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Zuletzt aktualisiert: 12.10.2011 um 10:19 UhrKommentare

Havarierter Frachter weist Spannungsrisse auf

Eine Woche nach dem Schiffsunglück vor der Küste Neuseelands scheinen die Behörden den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe verloren zu haben. Am Rumpf des havarierten Containerschiffs "Rena" seien Spannungsrisse entdeckt worden - der Frachter könnte auseinanderbrechen.

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Eine Woche nach dem Schiffsunglück vor der Küste Neuseelands scheinen die Behörden den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe verloren zu haben. Am Rumpf des auf ein Riff aufgelaufenen Containerschiffs seien "Spannungsrisse" entdeckt worden, sagte Premierminister John Key am Mittwoch. Es sei nicht mehr auszuschließen, dass der Frachter dem Druck der Wellen nicht mehr standhalte und auseinanderbreche.

Schlagseite

Das Containerschiff war am vergangenen Mittwoch rund 20 Kilometer vor der Küste der neuseeländischen Nordinsel auf ein Riff aufgelaufen. Durch einen Riss sickerten bereits bis zu 300 Tonnen Schweröl in die bei Touristen beliebte Plenty-Bucht. Insgesamt hatte der Frachter 1700 Tonnen Öl an Bord. Nur ein Bruchteil konnte abgepumpt werden, dann musste die Aktion wegen schlechten Wetters und hohen Seegangs abgeblasen werden. Zudem bekam das Schiff zunehmend Schlagseite: Mindestens 70 der rund 1370 geladenen Container gingen von Bord, wie die Schifffahrtsbehörde MNZ mitteilte. Unter ihnen sei jedoch keiner mit gefährlichen Substanzen gewesen.

Der philippinische Kapitän des Frachters wurde inzwischen festgenommen und vor ein Gericht der Hafenstadt Tauranga gebracht. Ihm wird vorgeworfen, mit der Führung seines Schiffs für "unnötige Gefahren und Risiken" gesorgt zu haben. Ihm drohen eine hohe Geldstrafe oder bis zu zwölf Monate Haft. Bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 19. Oktober wurde er gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Örtlichen Medienberichten zufolge ist er erst seit März Kapitän des havarierten Frachters.

300 Tonnen Schweröl ausgelaufen

Bisher sind aus den Treibstofftanks nach Angaben der Behörden rund 300 Tonnen Schweröl ausgelaufen. Davon sei eine große Menge aus dem Rumpf ins Meer geflossen. Von insgesamt 1.700 Tonnen Öl konnten nach Angaben der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde MNZ wegen schlechten Wetters bisher nur rund zehn Tonnen auf ein Spezialschiff gepumpt worden.

Durch den starken Wellengang wurden inzwischen auch rund 70 Container über Bord gespült. Die Schifffahrtbehörde warnte alle in der Nähe fahrenden Schiffe, dass Container kaum sichtbar unter der Wasseroberfläche treiben könnten. Einige der Behälter trieben bereits an den Strand der etwa sieben Kilometer entfernten Insel Motiti.

Quelle: APA

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