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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2011 um 11:33 UhrKommentare

Weniger Drogentote in Österreich

Foto © APA

Die Zahl der Drogentoten ist in Österreich relativ stabil bis leicht rückläufig. Vergangenes Jahr starben akut durch Suchtgiftkonsum 170 Personen, bei weiteren 17 Verdachtsfällen wurde keine Obduktion durchgeführt. Im Jahr zuvor waren es 187, weitere 19 konnten nicht verifiziert werden. Wenig geändert hat sich an den Charakteristika jener Menschen, die am Suchtgiftkonsum versterben.

Dies geht aus dem am Freitag veröffentlichten Bericht über "Suchtgiftbezogene Todesfälle 2010" des Gesundheitsministeriums hervor. 92 Prozent der toxikologisch analysierten derartigen Todesfälle waren auf ein oder mehre Suchtgifte inklusive Opiate in Verbindung mit Alkohol zurückzuführen.

Das Durchschnittsalter der Opfer betrug im vergangenen Jahr 32,4 Jahre. Bei den Drogentoten handelte es sich vorwiegend um Männer. "Der Anteil der Frauen an den direkt suchtgiftgezogenen Todesfällen beträgt im Jahr 2010 exakt 18 Prozent und entspricht somit dem Durchschnitt der vergangenen Jahre," so die Autoren des Berichts.

Drogenkranke kämpfen nicht nur gegen ihre Sucht, sondern leiden auch sehr oft unter anderen Erkrankungen. Suchtspezialisten haben immer wieder nachgewiesen, dass bei vielen Betroffenen eine psychiatrische Grunderkrankung im Hintergrund steht. Darüber hinaus sind die Todesopfer offenbar zum größten Teil Personen, die in ihrer physischen Gesundheit durch lange "Drogenkarrieren" krank geworden sind.

Der Drogentod geschieht in Österreich in den meisten Fällen im privatem Raum. 2010 verstarben insgesamt 73 Prozent der Drogentoten in einer Wohnung. In Hotels, Jugendherbergen oder Notunterkünften, wie Männerheimen, verstarben drei Prozent.

Die bei den Drogenopfern des Jahres 2010 festgestellten Charakteristika sollte laut den Verfassern weiterhin Informationen für die Prävention geben. Sollen weitere Maßnahmen der Risikominimierung sowie die Aufklärung über hochriskante Substanz-Konsummuster intensiviert.

Quelle: APA

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