Dinos kehren ins "Naturhistorische" zurück
Interaktiv und multimedial präsentiert sich das Wiener Naturhistorische Museum nach einem ersten Teilumbau: Die Besucher erfahren künftig nicht nur die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern können unter anderem auch Knochen berühren.

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Nach umfassenden Umbauarbeiten ist der neugestaltete Sauriersaal des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien ab Mittwoch wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit ist das erste Großprojekt unter der Leitung von Generaldirektor Christian Köberl abgeschlossen. Seitens des NHM ist man stolz darauf, den nun interaktiven und multimedial ausgestatteten Ausstellungsraum präsentieren zu können.
Steinzeit trifft Moderne
"Die Saurier sind als Erkennungsmerkmal für das Naturhistorische Museum von großer Bedeutung", so Köberl, der vor allem die kurze Umbauphase von nur acht Monaten hervorhob. Der Direktor zeigte sich auch erfreut darüber, dass die Umsetzung der ambitionierten Vorhaben den Finanzrahmen von etwa einer Million Euro nicht gesprengt haben. Der Fokus bei der Präsentation der Ausstellungsinhalte liege vor allem auf der Einbeziehung neuer Medien und Technologien, sowie auf der Darstellung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, so der Direktor.
Allosaurus in Lebensgröße
Köberl betonte, dass der Umbau des zuletzt 1984 umgestalteten Raumes höchst an der Zeit gewesen sei. Vor allem aus wissenschaftlicher Sicht habe es seither sehr viele neue Erkenntnisse gegeben, denen ein modernes Museum auch Rechnung tragen müsse. Der Meteoritenforscher wies in diesem Zusammenhang etwa auf das weit umfangreichere Wissen zu dem Asteroideneinschlag hin, der zum Aussterben der Saurier geführt hat. Die Auswirkungen dieses Impacts werden in der Ausstellung beispielsweise anhand von Ablagerungen in Form einer dünnen schwarzen Schicht in einem Bohrkern und einem animierten Video dargestellt. Besondere Highlights sind - neben den Skeletten - der überaus agile und stimmgewaltige Allosaurus in Lebensgröße und das Modell eines Flugsauriers mit über sieben Metern Spannweite, das über den Köpfen der Saurier schwebt.
Man wolle kein "unnahbares Museum sein", so der Direktor der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des NHM, Mathias Harzhauser. Es sei ihm und seinem Team darum gegangen, dass die Besucher die Tiere nicht nur von allen Seiten betrachten, sondern auch selbst Hand anlegen können. Im "Hands-On-Bereich" kann man nun Knochen, versteinerte Ausscheidungen und Magensteine der Dinosaurier berühren. "Bisher konnte man den Sauriern noch nie so nahe kommen", so der Forscher.











