China beginnt mit Bau von "Himmelspalast"

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China greift nach den Sternen: Der für diese Woche geplante Start eines Weltraummoduls ist der erste Schritt hin zur Entwicklung einer eigenen chinesischen Raumstation, die ab 2014 in Angriff genommen und bis 2020 fertiggestellt werden soll. Mit dem Modul "Tiangong 1" ("Himmelspalast"), das zwischen 27. und 30. September starten soll, sollen vor allem Andockmanöver geübt werden.
Das 8,5 Tonnen schwere Modul soll mit Hilfe einer Trägerrakete des Typs "Langer Marsch 2F" in den Orbit gebracht werden, das Raumschiff "Shenzhou 8", das "Magische Schiff", soll noch dieses Jahr folgen. Mit diesen beiden unbemannten Elementen soll heuer die Kopplung von Raumschiff und Modul im Vordergrund stehen. Im kommenden Jahr ist dann laut Nachrichtenagentur Xinhua geplant, mit "Shenzhou 9 und 10" bemannte Kopplungen mit "Tiangong 1" zu üben. Der "Himmelspalast" soll dann auch zweimal von chinesischen Astronauten, den sogenannten Taikonauten, besucht werden.
Raumschiff und Raumlabor befinden sich momentan noch in der Wüste Gobi, am Raumfahrtbahnhof Jiuquan in der Provinz Gansu. Jiuquan ist eines von drei Raumfahrtzentren in China, ein viertes auf der südchinesischen Insel Hainan soll 2013 fertiggestellt werden. Die 1992 entwickelte Trägerrakete "Langer Marsch 2F" ersetzt das bisher zum Einsatz kommende Modell 2C, welches am 18. August erstmals nach 15 Jahren Einsatz den Dienst versagt hat.
Laut den bisher bekanntgewordenen Plänen wollen die Chinesen dann ab 2014 mit dem Bau einer modularen Raumstation beginnen. Sie soll aus einem 18 Meter langen Hauptteil mit 4,2 Meter Durchmesser bestehen. Später sollen zwei 14,4 Meter lange Labormodule daran andocken. Sollte China seine Raumstation tatsächlich wie geplant bis 2020 fertigstellen können, wäre es die einzige Nation mit einem bemannten Außenposten im All. Denn die Betriebszeit der internationalen Raumstation ISS soll 2020 enden.











