"Flut" im Parkhaus, Ort ohne Strom
Eine Gewitterfront mit Starkregen und Blitzschlägen hat in der Nacht auf Donnerstag in Friesach und Liebenfels Schäden verursacht. In Wolfsberg setzte ein Blitzschlag die Fassade eines Hauses in Brand.

Foto © FF FriesachRund 50 Zentimeter hoch stand das Regenwasser in dieser Tiefgarage eines Wohnhauses in Friesach
Es war in der Nacht auf Donnerstag, 22.43 Uhr, als ein Blitz in die Trafostation auf einem Kelag-Masten in Zweikirchen einschlug. In 81 Haushalten ging das Licht aus. Damit nicht genug: Der Masten fing Feuer, der Alarm ging los, nicht aber in Zweikirchen selbst. "Da vom Stromausfall auch unser Rüsthaus betroffen war, wurde weder die Sirene ausgelöst noch öffneten sich die automatischen Tore der Fahrzeughalle", heißt es in der Aussendung der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Zweikirchen.
Das Tor wurde händisch geöffnet, der Schwelbrand unter Kontrolle gebracht. FF Zweikirchen und Liebenfels sowie Polizei Liebenfels und ein Kelag-Techniker standen im Einsatz. Das Rüsthaus wurde mit Notstrom versorgt. Für die Kelag ging am Donnerstag die Arbeit richtig los. Mit zehn Mann wurde gegen 9 Uhr für zwei Stunden provisorisch eine Stromversorgung hergestellt. Gegen 15 Uhr war der Schaden behoben.
Heftige Regenfälle
Bereits vor dem Brand hatte die FF Zweikirchen ausrücken müssen, am Abend wurde nach heftigem Regen ein überschwemmter Schacht ausgepumpt. Zeitgleich, also gegen 18.30 Uhr, stand in Friesach weitaus mehr unter Wasser. "Es hat etwa eine halbe Stunde heftig geregnet", sagt Joachim Steindorfer, Kommandant der FF Friesach. Dann waren dort zahlreiche Keller im Zentrum und auf der Olsa überflutet. Etwa zwei Stunden waren die Kameraden mit dem Auspumpen beschäftigt. Auch die Tiefgarage eines Wohnhauses stand rund 50 Zentimeter unter Wasser.
"Das ist unzumutbar, die Leute zahlen ja Miete für den Garagenplatz", sagt Bürgermeister Josef Kronlechner. Autos waren währendessen keine dort, denn nach vorherigen Überschwemmungen will dort keiner mehr parken. Auch zahlreiche Gemeindestraßen wurden bei mehreren Unwettern in den vergangenen Wochen stark beschädigt. "Wir konnten immer nur die Befahrbarkeit herstellen, aber wir hatten nie Zeit, ordentlich zu sanieren", sagt Kronlechner. Während des Winters will man einen Sanierungsplan erstellen. Kronlechner hofft dabei auf die Hilfe des Landes: "Das Land muss sich etwas überlegen. Denn Gurk- und Metnitztal sind jedes Mal betroffen."
Brand in Eitweg
Der 46 Jahre alte Besitzer des Wohnhauses in Eitweg bei Wolfsberg nahm nach einem Blitzschlag und dem miteinhergehenden Stromausfall Brandgeruch wahr. Er entdeckte das Feuer an der Außenfassade und bekämpfte es mit einem Feuerlöscher. Der Brand fackelte in der Zwischenholzwand kurzfristig wieder auf und wurde letztlich von der Feuerwehr gelöscht. Der Sachschaden wurde auf 1500 Euro geschätzt.
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Bild vergrößernMit dem Notstromaggregat wurde das Rüsthaus Zweikirchen versorgt Foto © FF Zweikirchen











