Deutscher missbrauchte drei Kinder aus Österreich
Die Staatsanwaltschaft Konstanz (Baden-Württemberg) hat am Dienstag Anklage gegen einen 43-jährigen Mann aus Singen (Landkreis Konstanz) wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann über das Internet Kontakt zu den minderjährigen Opfern aufgenommen haben, darunter drei Heranwachsende aus Nenzing (Bezirk Bludenz), Wien und St. Margarethen.
Der 43-Jährige soll sich zwischen 2008 und 2010 in 30 Fällen des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht haben. Angeblich forderte er die Kinder aus Deutschland, der Schweiz und seine drei österreichischen Opfer über Webcam dazu auf, sexuelle Handlungen zu zeigen oder zu beobachten. Mit Kindern aus der näheren Umgebung soll sich der 43-Jährige außerdem in seiner Wohnung zu sexuellen Kontakten getroffen haben, für die er Geld oder Geschenke verteilte. In der Wohnung des Beschuldigten stießen die Ermittler zudem auf kinderpornografisches Material.
Die drei Betroffenen aus Österreich sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft heute 16 (Nenzing, Wien) bzw. 14 Jahre (St. Margarethen) alt. Um welche Ortschaft St. Margarethen es sich handelt - es gibt in Österreich mehrere Gemeinden mit diesem Namen - konnte die Staatsanwaltschaft auf APA-Anfrage nicht angeben.
Dem 43-Jährigen, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.











