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Zuletzt aktualisiert: 09.09.2011 um 18:48 UhrKommentare

Polizei klärt nach Jahrzehnten Frauenmorde

Viele Jahre nach Gewaltverbrechen an Frauen haben Fahnder nun in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die mutmaßlichen Täter festgenommen. Neue Methoden zur DNA-Analyse führten zur Festnahme eines mutmaßlichen Fünffach-Mörders.

Auswertung eines DNA-Tests

Foto © APAAuswertung eines DNA-Tests

29 Jahre nach der Ermordung einer Frau aus dem Ort Frauenkron (Nordrhein-Westfalen) brachten neue Zeugenaussagen die Ermittler auf die Spur eines heute 50 Jahre alten Tatverdächtigen, wie die Staatsanwaltschaft in Trier am Freitag mitteilte. Der ehemalige Freund des Opfers soll die damals 18-jährige Lolita Brieger und mit ihr sein ungeborenes Kind getötet haben. Zuletzt gesehen worden war die Schwangere am 4. November 1982 bei Scheid in Rheinland-Pfalz.

In Hattingen in Nordrhein-Westfalen half eine DNA-Spur, eine grausige Bluttat aus dem Jahr 2005 aufzuklären. Der mutmaßliche Täter habe ein Geständnis abgelegt, nachdem Polizeibeamte den 28-Jährigen am Donnerstag in seiner Wohnung in Bochum festgenommen hatten, teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit. Der Verdächtige soll damals mit der drei Jahre jüngeren und alleinstehenden Jennifer S. ein Verhältnis gehabt haben.

Vermutlich zu Pfingsten 2005 kam es in der Wohnung der Frau zum Streit. Der Liebhaber stach mehrfach zu. Jetzt führten DNA-Spuren aus Einbrüchen zum vermeintlichen Täter.

In Rheinland-Pfalz hatten sich Zuschauer nach der Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" Ende August gemeldet. Sie gaben Hinweise auf einen Komplizen des Täters, der 1982 geholfen haben soll, die Leiche zu beseitigen. Zunächst hatte es geheißen, dieser Komplize habe sich selbst gemeldet.

In Norddeutschland gestand ein heute 64-Jähriger aus dem Kreis Segeberg insgesamt fünf Taten aus den Jahren 1969 bis 1984. Die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß bestätigte die Anklageerhebung. Die Opfer waren zwischen 15 und 22 Jahre alt und stammten aus dem Raum Hamburg. Der mutmaßliche Fünffach-Mörder soll sie alle sexuell missbraucht und erwürgt haben. Mit Hilfe neuer Methoden zur DNA-Analyse waren die Ermittler auf seine Spur gekommen.


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