Paraguay: Konsul besuchte Kärntner im Knast
Der unter Mordverdacht stehende flüchtige Kärntner Sandro H. befindet sich in Paraguay jetzt offiziell in Auslieferungshaft.

Foto © ABC
Seit Ende Juni sitzt der flüchtige Kärntner Häftling Sandro H. - er steht im Verdacht die Klagenfurterin Michaela Grabner getötet zu haben - im paraguayischen Staatsgefängnis Tacumbu. Er befindet sich jetzt offiziell in Auslieferungshaft. Am Freitag erhielt er Besuch von Vizegeneralkonsul Gerhard Ackert von der österreichischen Botschaft in Argentinien.
Besucherinnen vergewaltigt
Tacumbu gilt als schlimmster Knast Lateinamerikas. Das Gefängnis ist hoffnungslos überfüllt, es gibt viel zu wenig Wärter. Vor Kurzem konnten deshalb auch drei junge Besucherinnen in Zellen vergewaltigt werden.
Die hygienischen Zustände sind katastrophal. Für "Annehmlichkeiten" muss bezahlt werden, sogar für eine Matratze zum Schlafen. Der Kärntner Ex-Bordellchef, der sich bei seiner letzten Inhaftierung vor einem Jahr noch viele Extras leisten konnte, scheint jetzt aber keine Geldreserven mehr zu haben. Die Wochen in Tacumbu dürften deshalb Wirkung zeigen. Gerüchten vor Ort zufolge soll sich Sandro H. nämlich mittlerweile nicht mehr gegen eine Überstellung nach Österreich sträuben. Peter Launsky-Tieffenthal, Sprecher des Außenministeriums, sagt dazu: "Offiziell können die Behörden derzeit noch nicht sagen, ob er einer Auslieferung zustimmen wird." Im Gespräch mit dem Vizegeneralkonsul ging es um Haftbedingungen, seine Gesundheit und ob er eine Rechtsvertretung hat.











