86-Jähriger überlebt mit einer Schere im Kopf
Ein US-Pensionist hat einen Schutzengel: Trotz eines Horrorunfalls kommt er mit einem blauen Auge davon, mit dem er wieder sehen kann. Der 86-Jährige war im Garten auf eine Gartenschere gestürzt, die sich durch seine rechte Augenhöhle in den Schädel bohrte.

Foto © APLeroy Luetscher und sein unglaubliches Röntgenbild nach dem Unfall
WASHINGTON. Glück im Unglück hatte Leroy Luetscher aus dem US-Bundesstaat Arizona: Bei der Gartenarbeit verlor der 86-Jährige das Gleichgewicht und rammte sich eine Gartenschere durch das Auge in den Kopf. Er überlebte aber nicht nur, sondern kann mit beiden Augen wieder sehen.
Der Unfall ereignete sich am 30. Juli: Luetscher schnitt in seinem Garten Pflanzen, als ihm die Gartenschere zu Boden fiel. Der 86-Jährige bückte sich, rutschte aus und rammte sich den Griff durch die rechte Augenhöhle. "Ich hab nicht mehr gewusst, ob mein Augapfel noch drin ist oder nicht", sagte er später.
Mit einem T-Shirt versuchte er, die Blutung zu stoppen, und bat seine Lebensgefährtin, die Rettung zu rufen. Er wurde ins University Medical Center in Tucson gebracht. Dort stellten Ärzte fest, dass der Griff 15 Zentimeter tief im Schädel steckte und fast die Halsschlagader getroffen hat. "Er hatte Glück, dass es keine lebenswichtigen Strukturen erwischt hat", sagt Chirurg Lynn Polonski. Kollegin Julie Wynne sagt: "Da traut man seinen Augen nicht."
Nach wochenlanger Therapie bleibt Luetscher nur eine leichte Schwellung der Augenlider als Erinnerung an den Unfall - und manchmal sieht er doppelt. Und auf die Gartenarbeit will er in Zukunft verzichten.










