U-Haft im Mordfall Paulina verlängert

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Im Mordfall Paulina, einer 14-jährigen Schülerin aus Bad Ischl (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich, ist die Untersuchungshaft für die beiden Verdächtigen, den 48-jährigen Stiefvater des Mädchens und seinen 19-jährigen Sohn, am Freitag verlängert worden. Das berichtete der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Manfred Holzinger, der APA.
"Die Frist bis zur nächsten Haftprüfung wurde mit 19.Oktober 2011 bestimmt", hieß es in einer Aussendung der Behörde. Spätestens da werde es die nächste Haftverhandlung geben, außer die Beschuldigten beantragen eine solche früher.
Die Ermittlungen in dem Fall seien noch nicht abgeschlossen. Ausständig sei vor allem noch das Gutachten des Sachverständigen und Experten für Kriminalpsychologie, Reinhard Haller, das für September erwartet werde. Das schriftliche Obduktionsgutachten des Gerichtsmedizinischen Institutes Salzburg-Linz habe die bereits bekannte Todesursache bestätigt. Demnach sei das Mädchen durch ein massives Schädel-Hirn-Trauma, verursacht durch mehrere Schläge, in Verbindung mit Angriffen gegen den Hals, gestorben.
Der 48-jährige Stiefvater des Mädchens und sein 19-jähriger Sohn legten ein Tatsachengeständnis ab. Sie haben zugegeben, das Mädchen getötet zu haben, aber nicht, warum. Immer wieder werden ein Racheakt an der Mutter, die sich von dem 48-Jährigen vor kurzem getrennt hat, oder ein sexuelles Motiv ins Spiel gebracht.
Paulina lebte seit 2009 mit ihrer Familie in der Gemeinde und war am 5. Juli auf dem Weg zur Schule plötzlich verschwunden. Die Verdächtigen sollen das Mädchen an der Haltestelle abgepasst, in ihren Wagen gezerrt und mit einer Taschenlampe und einem Strick getötet haben. Nur einen Tag später fand die Polizei nach einer groß angelegten Suchaktion die Leiche der 14-Jährigen. Sie war in einem Waldstück in der Ortschaft Radau in St. Wolfgang vergraben worden.











