Großes Aufräumen nach Sturzflut in Feschnig
Die Sturzflut in Feschnig hat Spuren hinterlassen: Zerstörte Keller, Schlamm in Häusern und auf der Straße. Ursache für Rohrbruch noch unklar. Versicherungsexperte gibt Tipps.

Foto © KK/Stadtwerke Klagenfurt
So schnell werden die Bewohner der Siedlung in Klagenfurt-Feschnig die Sturzflut am Mittwoch um kurz vor drei Uhr früh nicht vergessen. Binnen einer Stunde schossen vier Millionen Liter Wasser aus der geborstenen Haupttransportleitung des Hochbehälters auf dem Spitalberg auf die Terrassensiedlung in Klagenfurt zu. Kellerabteile, Tiefgaragen und Stiegenhäuser standen meterhoch unter Wasser (wir berichteten).
Am Tag danach sind die Spuren der Verwüstung unübersehbar: Überall Schlamm, Dreck, zerstörte Kellerabteile und defekte Fahrzeuge. Noch am Mittwochabend wurden einige Autos aus der Garage geschleppt, der Rest gestern früh. "Das war kein leichtes Unterfangen, zumal die Garage sehr niedrig und voll mit Schlamm war", so Martin Bellwald von Taf-Rent. Jetzt steht den Bewohnern das große Aufräumen bevor. "Immer wieder kommen Freiwillige vorbei, die uns beim Putzen helfen oder Getränke bringen. Danke an alle", so Hausbesorgerin Gertrud Unterkircher. Durch die Flut haben viele auch unersetzbare Erinnerungsstücke wie Fotos oder Videos, die in den Kellern gelagert waren, verloren. Auch Mitarbeiter des Wasserwerkes der Stadtwerke und einer Vertragsfirma führten gestern Säuberungsarbeiten durch.
Versicherungen
Und wer kommt für die Schäden auf? "Die Haftpflichtversicherung der Stadtwerke hat zugesagt, erste Maßnahmen, wie Fahrzeugreinigungen, zu übernehmen. Die Versicherung würde nur dann Schäden übernehmen, wenn die Stadtwerke ein Verschulden am Wasseraustritt trifft. Wenn es sich um höhere Gewalt handeln sollte, verbleiben die Schäden bei den Wohnungs- und Fahrzeugbesitzern", so Versicherungsmakler Reinhard Jesenitschnig vom Contracta-Makler-Service.
Ob es sich tatsächlich um einen losen Felsen handelt, der das Faserzement-Rohr zum Platzen brachte, ist unklar. "Das ist aber am wahrscheinlichsten", so Stw-Pressesprecher Harald Raffer.
Features
Fakten
Keller. Für Dinge, die üblicherweise im Keller aufbewahrt werden, ist die Haushaltsversicherung zuständig. Sie ersetzt die Reparaturkosten oder bei Wiederbeschaffung den Neuwert der betroffenen Sachen.
Fahrzeuge. An die Kaskoversicherung wenden. Wer keine hat, muss auf die Stw-Haftpflicht der Stadtwerke hoffen.













