Immer mehr Laserpointer-Attacken auf Flugzeuge

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Es ist alles andere als ein Kavaliersdelikt: Immer öfter kommt es vor, dass Piloten beim Start oder bei der Landung durch Laserpointer geblendet werden. "Ich selbst hatte drei Vorfälle über Wien", schilderte der Pilot Peter Swoboda am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Bundeshauptstadt, bei der auf dieses eminente Sicherheitsrisiko aufmerksam gemacht wurde
Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten, drängt nun auf europaweit einheitliche Strafmaßnahmen. Das Problem breitete sich von den USA ausgehend nach Europa aus In Europa tauchten die ersten Fälle Leichtfried zufolge in Großbritannien im Jahr 2004 auf. Damals wurden drei Blendungen registriert, 2007 waren es 29. Im Vorjahr wurden den britischen Behörden schließlich 1.494 derartige Vorfälle gemeldet, erklärte der EU-Abgeordnete.
In Deutschland hat sich die Zahl von 2009 auf 2010 verachtfacht. In Österreich ist das Problem bisher zum Glück noch nicht in derartigen Dimensionen aufgetreten. "Wir haben im Vorjahr rund 20 Blendungen registriert", sagte "Austro Control"-Sprecher Peter Schmidt der APA.
Swoboda berichtete davon, dass er zweimal in einer Höhe von etwa 300 Metern geblendet wurde, und das in der Nacht. Der Laserpunkt streut sich an der Scheibe der Cockpit-Kanzel, den Piloten wird vorübergehend jede Sicht genommen. Dabei haben sie bereits eine halbe Stunde vor der Landung das Licht im Cockpit abgedreht, damit sich das menschliche Auge an die Dunkelheit gewöhnt.
Geschehen ist bisher nichts. Leichtfried: "Man muss davon ausgehen, dass das reines Glück war und die Zeit begrenzt ist, bis etwas passiert." Mit einer Anfrage an die Kommission will der EU-Abgeordnete nun eine europaweite Regelung in Gang bekommen, die durchaus empfindliche Strafen vorsehen würde, etwa auch Einfuhr- und Produktionsverbote für Pointer ab einer bestimmten Stärke.











