Flüchtige Kuh Yvonne ist Kärntnerin
Die Kuh, die seit Monaten in Bayern unterwegs ist und sich nicht fangen lässt, stammt von einem Oberkärntner Bauernhof. Sohn Friesi soll sie aus dem Wald locken.

Foto © dpa/picturede/Josef Enzinger Die Kuh Yvonne
Diese Kuh ist jetzt schon Ku(h)lt: Yvonne, sechs Jahre alt, hält sich bevorzugt in Wäldern auf. Ende Mai war sie vor der Fahrt in den Schlachthof geflüchtet. Seitdem wird im oberbayrischen Wald nach der Kuh gesucht, die sich einfach nicht einfangen lässt und zum Star in internationalen Medien avanciert ist. Die "Anonymen Kuhfreunde" wollen verhindern, dass Yvonne getötet wird, auf Facebook hat die Gruppe "Rettet Yvonne die Kuh" über 11.000 Fans. Jetzt die Sensation: Yvonne ist eine waschechte Kärntnerin! "Sie stammt von einem Bauernhof in Oberkärnten", bestätigt Michael Aufhauser vom Gnadenhof Gut Aiderbichl, auf den Yvonne kommen wird, sollte sie endlich eingefangen werden. Im Frühjahr verkaufte sie ihr Besitzer nach Bayern.
Im Jänner 2009 hatte Yvonne ein Stierkalb zur Welt gebracht, das später nach Anif verkauft wurde und eigentlich schon geschlachtet hätte sein sollen. "Zufällig sind wir am Freitag draufgekommen, dass der Ochse noch lebt", erzählt Aufhauser. "Friesi" verbrachte sogar zwei Sommer mit seiner Mutter auf einer Oberkärntner Alm. Jetzt ist er auf Gut Aiderbichl gebracht worden und soll helfen, Yvonnes Dasein als "Waldkuh" zu beenden. Friesi erholt sich jetzt einige Tage auf dem Gnadenhof und wird auf seinen Einsatz im oberbayrischen Wald vorbereitet. Aufhauser: "Mit ihm könnte es wirklich gelingen, Yvonne aus dem Wald zu locken. Denn eine Kuhmutter vergisst ihr Kind nie!"
Bis dato waren alle Lockversuche mit Schwester-Kuh Waltraud und Nichte Waldi erfolglos. Jetzt müssen die Männer ran: 1000-Kilo-Stier Ernst soll Yvonne mit seiner Schönheit betören. Sollte das nicht klappen, ist Friesi an der Reihe. Kärntner Familiensinn könnte für das Happy End sorgen.









