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Zuletzt aktualisiert: 10.08.2011 um 16:28 UhrKommentare

Neue Warnung vor unseriösen Werbefahrten

Neue Masche bei unseriösen Werbefahrten: Findige Werbeveranstalter legen ihre Veranstaltungen vermehrt ins grenznahe Ausland, nachdem in Österreich verschärfte Bestimmungen für Werbeveranstaltungen gelten.

Mit dem Bus zur Werbeveranstaltung über die Grenze

Foto © Fotolia / SandersMit dem Bus zur Werbeveranstaltung über die Grenze

Das Konsumentenschutzministerium warnt vor einer neuen Masche bei Werbefahrten und Produktinformationen: Nach einer Gewerberechtsnovelle im Jahr 2008, bei der verschärfte Bestimmungen für Werbeveranstaltungen im Inland eingeführt wurden, weichen findige Veranstalter nun vermehrt ins Ausland aus. "Bei solchen Fahrten gelten die Schutzvorschriften der österreichischen Gewerbeordnung nur eingeschränkt und Konsumenten sollten daher von Fahrten ins Ausland Abstand nehmen", riet Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer (S) am Mittwoch in einer Aussendung.

Es besteht zwar auch im Ausland in aller Regel ein gesetzliches Rücktrittsrecht bei sogenannten Haustürgeschäften, aber dieses nützt nichts, wenn man bereits bei der Veranstaltung Anzahlungen in bar tätigt. Die Veranstalter haben nämlich zumeist nur Scheinfirmen mit Postfachadressen, an die ein Rücktrittsschreiben oder eine gerichtliche Klage gar nicht zugestellt werden kann. Das Konsumentenschutzministerium rät daher, sich gar nicht erst zu einer Werbeveranstaltung locken zu lassen. "Je mehr Versprechungen gemacht werden, desto lauter sollten Alarmglocken läuten", hieß es in der Aussendung.

Konsumentenschützer empfehlen

Bewahren Sie sich Ihr "gesundes" Misstrauen und bedenken Sie: Niemand hat etwas zu verschenken! - Je toller die Gewinnversprechungen klingen, desto mehr ist Vorsicht geboten. - Erhalten Sie Post mit Geschenk- oder Gewinnzusagen von Firmen, die Sie nicht kennen: Finger weg! - Erhalten Sie eine Einladung, in der als Adresse des Unternehmens nur ein Postfach angegeben ist: Finger weg! - Erhalten Sie eine Einladung zu einer Fahrt ins Ausland: Finger weg!

Informationen zum Thema Werbefahrten sind in einem Folder des Konsumentenschutzministeriums mit dem Titel "Gewinn oder Falle"- Werbeveranstaltungen und Ausflugsfahrten" nachzulesen. Bestellungen sind telefonisch unter der kostenlosen Nummer 0800-20-20-74 oder im Internet unter broschuerenservice.bmask.gv.at möglich. Konkrete Beispiele für derzeit aktuelle unseriöse Einladungen zu Werbeveranstaltungen sind auf der Website der Arbeiterkammer NÖ, zugänglich über das Portal www.arbeiterkammer.at/konsument/falle.htm unter der Rubrik "Achtung bei Werbefahrten" abrufbar.

Im Herbst will Konsumentenschutzminister Hundstorfer mit einer Fachtagung den Kampf gegen gewerbsmäßige Abzocker effektiver machen.


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