Die meisten Alko-Unfälle passieren im August

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Die Kehrseite von lauen Sommernächten mit Grillfeiern und Freiluftpartys: In den vergangenen fünf Jahren ereigneten sich die meisten Unfälle unter Alkoholeinfluss immer im August, so eine Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Am häufigsten betroffen sind junge Männer.
Insgesamt wurden von 2006 bis 2010 sieben Prozent aller Unfälle, nämlich 12.635, durch alkoholisierte Fahrer verursacht. Am häufigsten wurden junge Männer im Alter von 21 und 22 Jahren, also direkt nach der Führerschein-Probezeit, zu Alko-Lenkern, so das KfV, das eine Ausweitung der Probezeit von bisher zwei auf vier Jahre forderte, "um sich daran zu gewöhnen, dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen", meinte Direktor Othmar Thann.
"Die besondere Tragik von Alkoholfahrten ist, dass häufig auch nüchterne Personen Opfer von alkoholisierten Lenkern werden. 62 Prozent der bei Alkoholunfällen in den letzten fünf Jahren Getöteten waren selbst nicht alkoholisiert", berichtete Thann. Ein Drittel der Todesopfer waren Fußgänger, so das KfV weiter.
Die besondere Gefahr des Alkohols liegt in seiner stimmungssteigernden Wirkung, wodurch sich die Konsumenten leistungsfähiger fühlen, als sie es tatsächlich sind. Bereits geringe Mengen verändern das Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen, der Fahrer wird risikobereiter.
Insgesamt ist die Entwicklung aber positiv. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 sank die Zahl der Alkoholunfälle in Österreich um drei Prozent. In diesem Zeitraum ereigneten sich, laut KfV, 714 Unfälle unter Alkoholeinfluss mit 965 Verletzten und 14 Todesopfern. Von 2009 bis 2010 ging die Zahl sogar um neun Prozent zurück.










