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Zuletzt aktualisiert: 31.07.2011 um 20:37 Uhr

Mann stürzte in eine Betongrube: schwer verletzt

Beim Heimweg von einem Feuerwehrfest stürzte Sonntagfrüh ein Grafensteiner in die Betongrube der Biogasanlage Wellersdorf und blieb in einer Schlackeschicht stecken. Ein Hubschrauber ortete den Hilflosen.

Der Mann marschierte über eine aufgeschüttete Rampe in die Grube

Foto © EggenbergerDer Mann marschierte über eine aufgeschüttete Rampe in die Grube

Nicht im warmen Bett, sondern in einer sechs Meter tiefen Güllegrube endete der Heimweg eines 27-jährigen Grafensteiners gestern in den frühen Morgenstunden in Ludmannsdorf im Rosental.

Der Mann brach nach dem Besuch eines Feuerwehrfestes der FF Wellersdorf gegen 2.30 Uhr früh zu Fuß zu seiner Schwester nach Suetschach auf. "Unerklärlicherweise ging er aber in die entgegengesetzte Richtung", sagt Feuerwehreinsatzleiter Felix Filipi. Sein nächtlicher Weg führte den offenbar alkoholisierten und orientierungslosen Mann in eine Biogasanlage in Wellersdorf, wo mehrere Behälter zur Endlagerung von Klärschlamm stehen. Einer davon war oben offen - und obwohl der 15 mal 15 Meter große und sechs Meter tiefe Betonbehälter laut Filipi zwei Meter aus der Erde ragt, wurde er dem Mann zum Verhängnis.

Über die Rampe

"Er muss wohl die Rampe genommen haben, die benützt wird, um mit dem Traktor den Schlamm zum Düngen auf die Äcker auszuführen", so Filipi. Umgeben von einer zwei Meter hohen Betonwand und bis zum Oberkörper im Schlamm steckend rief der 27-Jährige mit dem Mobiltelefon seine Schwester an. Da er seinen Aufenthaltsort nicht beschreiben konnte, musste die Polizei mit dem Hubschrauber ausrücken. Mithilfe einer Wärmebildkamera wurde der Mann eine knappe Stunde nach seinem Sturz ausfindig gemacht und von den Wehren Ludmannsdorf und Wellersdorf binnen fünf Minuten befreit.

Der 27-Jährige erlitt einen Schulterbruch, Knieverletzungen und eine Gärgasvergiftung. "Gott sei Dank hat er in der Grube Ruhe bewahrt", sagt Filipi, "denn eine nur 20 Zentimeter dicke trockene Schlammschicht hat ihn gerade so gehalten, dass er nicht tiefer eingesunken ist."

MICHAELA PRAPROTNIG

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