Betrüger erbeuteten bisher 60.000 Euro

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Betrügern, die falsche Gewinne versprechen und ihren Opfern so Geld aus der Tasche ziehen, ist die niederösterreichische Polizei auf der Spur. Gefahndet wird nach mehreren Personen, die seit Anfang Juni bis dato ausschließlich Pensionisten kontaktieren und ihnen einen Gewinn oder eine Entschädigungszahlung versprechen. Zuvor müssen die Betroffenen aber diverse Steuern und Gebühren begleichen.
Bisher sind den Ermittlern "mehr als zehn" Fälle in Nieder- und Oberösterreich, Salzburg und dem Burgenland bekannt, bei denen ein Schaden von 60.000 Euro entstand, so ein Ermittler des Landeskriminalamtes am Freitag zur APA.
Die Opfer wurden bisher von einem angeblichen Bankmitarbeiter namens Stephan Berg kontaktiert und von dem "Gewinn" verständigt. Danach wurde die Zahlung von den vermeintlichen Rechtsanwälten (Dr. Guttenberg oder Dr. Schneider) bestätigten. Zuvor musste aber Gebühren in der Höhe von 500 bis 4.000 Euro über die "Western Union" an verschiedene Empfänger in der Türkei überwiesen werden. Die "Gewinne" wurden den Opfern freilich nie ausbezahlt.
Wenn sich die Pensionisten weigerten zu bezahlen, wurden sie immer mehr unter Druck gesetzt, so die Polizei. Teilweise gaben sich die Täter dann als Behördenvertreter oder gar Oberstaatsanwälte aus und drohten gar mit Festnahmen und Geldstrafen.
Zu den Opfern Kontakt aufgenommen haben auch angebliche Mitarbeiter der türkischen "Gewinnspielfirma" mit Sitz in Antalya namens Frank Weber (Rechtsabteilung) und Frau Dr. Lehmann. Die Überweisungen gingen vorwiegend an neun Konten in der Türkei: Zeki Kucukyarma (Antalya), Ferhat Keven Portakal (Antalya), Gamze Sahengöz (Antalya), Anil Kurdal (Istanbul), Ilan Bahce (Istanbul), Yasar Ozler (Istanbul), Burak Aslan (Istanbul), Kenan Saglam (Ankara) und Orhan Demirok (Istanbul).
Laut Exekutive sind die Betrüger nach wie vor aktiv. Mehrere Landeskriminalämter haben die Ermittlungen aufgenommen.











