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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2011 um 21:51 UhrKommentare

Italien: Kärntner Ehepaar aus Seenot gerettet

In der Nacht auf Mittwoch wurde ein Kärntner Ehepaar, das mit seinem Boot vor der Küste Apuliens (Italien) in Seenot geraten ist, gerettet. Mit Leuchtraketen konnten die beiden Hilfe alarmieren.

Foto © APA/Sujetfoto

Eine stundenlange Odyssee hat ein Kärntner Ehepaar (63 und 66 Jahre alt) in der italienischen Adria unbeschadet überstanden. Das aus Keutschach stammende Paar war am Dienstagvormittag mit seiner Segeljacht vom Hafen in Crotone in der Region Kalabrien (Süditalien) in Richtung Norden ausgelaufen.

Wie die Online-Zeitung "Il tacco d'Italia" berichtet, verloren die Segler nach einigen Stunden auf See etwa 30 Seemeilen (ca. 70 Kilometer) südwestlich von Capo de Leuca in Apulien in stürmischer See ihr Ruderblatt. Das Boot wurde dadurch manövrierunfähig. Die beiden Kärntner feuerten daraufhin Leuchtraketen ab, um auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen. Die Besatzung eines anderen Bootes sah glücklicherweise den orangen Rauch und leistete Erste Hilfe. Die Kärntner waren nicht verletzt, aber geschockt und verängstigt. Gemeinsam mit den Helfern versuchten sie, das Boot wieder steuerfähig zu machen, um irgendwie den nächsten Hafen zu erreichen - das gelang jedoch nicht. Mittlerweile hatte sich auch das Wetter verschlechtert, Gewitter zogen auf und durch den Sturm wurden meterhohe Wellen aufgepeitscht.

Der Kapitän eines weiteren Bootes, der die Leuchtraketen ebenfalls gesichtet hatte, verständigte unterdessen die Küstenwache. Das Patrouillenboot CP 886 war zu diesem Zeitpunkt auf Kontrollfahrt in der Nähe unterwegs und erreichte wenig später die Segeljacht der Kärntner. Die endgültige Rettung sollte aber noch ein wenig auf sich warten lassen.

Ein Boot mit einheimischen Fischern nahm die Kärntner Jacht schließlich in Schlepptau und zog sie in Richtung Küste. Erst spät in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam das Gespann im Hafen von Santa Maria di Leuca in Apulien an. Ein Happy End für die beiden Kärntner, sie blieben bei der Odyssee unverletzt.

WOLFGANG FERCHER

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