1,5 Mio. Euro Schaden durch "Rip-Deals"
In sieben Fällen einer äußerst dreisten Art von "lukrativem Trickbetrug", den sogenannten Rip-Deals, ist die Tiroler Polizei zur Zeit um Aufklärung bemüht. Der seit 2008 dadurch entstandene Schaden belaufe sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Mehrere Personen, darunter auch ein Wiener, seien der Masche international agierender Banden zum Opfer gefallen, teilte die Tiroler Sicherheitsdirektion mit.
Erst im Juni diesen Jahres war ein Kufsteiner um 200.000 Euro geprellt worden. Er hatte ein von ihm entwickeltes Firmenkonzept ins Internet gestellt und so um Investoren gesucht. Als sich ein Mann telefonisch bei ihm meldete und Interesse bekundete, kam es schließlich zu einem ersten Treffen in Turin. Man versprach ihm, Geld im Verhältnis 1:5 als Kredit zu gewähren. Um das Vertrauen zu gewinnen, wechselten die Männer einen 100 Euro-Schein des Kufsteiners in einen echten 500 Euro-Schein, schilderte die Polizei.
Bereits bei einem zweiten Treffen in Italien hatte der Kufsteiner einen Koffer mit von Bekannten geliehenen 200.000 Euro dabei. 1.000 Euro verfünffachten die Männer noch anstandslos. Als sie seinen 200.000 Euro-Koffer mit einem mit einer Million Euro gefüllten tauschten, überprüfte der Mann mit einem Gerät die Geldscheine auf ihre Echtheit. Noch am selben Tag sollte das Kreditgeschäft bei einem Notar in Mailand abgesegnet werden. Aber weder der Notar, noch die Männer tauchten auf. Schließlich war auch das im versperrten Koffer deponierte Geld falsch. Er dürfte in einem unbeobachteten Moment ausgetauscht worden sein, hieß es bei der Sicherheitsdirektion.
Bei seit 2009 fünf weiteren Fällen seien die Opfer um Geldbeträge zwischen 100.000 und 300.000 Euro betrogen worden. Dabei wurde auch einem Wiener Geschäftsmann ein Geldkoffer in Innsbruck abgenommen. Bei einem "Rip-Deal" war ein Tiroler 2008 sogar um 342.000 Euro betrogen worden.











