Tirol schließt Kinderheim nach Missbrauchsvorwurf
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck nahm vor kurzem erneut Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen Leiter der privaten Innsbrucker Betreuungseinrichtung auf.

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Ein privates Kinderheim, in die Schlagzeilen gekommen, weil es dort in den 90er Jahren zu Übergriffen durch den Heimleiter gekommen sein soll, wird seine Pforten schließen müssen. Dies kündigte Soziallandesrat Gerhard Reheis am Montag an: "Für die sieben derzeit dort untergebrachten Kinder und Jugendlichen sucht die Jugendwohlfahrt neue Plätze".
In den nächsten Monaten werde die Jugendwohlfahrt versuchen, möglichst gute individuelle Lösungen für jedes Kind zu finden. Man sei mit der Heimleitung übereingekommen, die Einrichtung zu schließen. "Als Aufsichtsbehörde können wir nur punktuelle Kontrollen der Einrichtungen vornehmen und müssen uns darauf verlassen können, dass die Kinder und Jugendlichen dort sicher und absolut keinen Übergriffen ausgesetzt sind," betonte die Leiterin der Jugendwohlfahrt Silvia Rass-Schell.
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck nahm vor kurzem erneut Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen den ehemaligen Leiter der privaten Innsbrucker Betreuungseinrichtung auf. Bereits 1996 hatte es laut Hansjörg Mayr, Sprecher der Anklagebehörde, den Verdacht des Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses gegeben. Damals wurde dem Mann vorgeworfen, geschlechtliche Handlungen an einem bereits erwachsenen Bewohner vorgenommen zu haben, hatte Mayr vor rund einer Woche erklärt.
Dem Mann war damals vorgeworfen worden, seine Autoritätsstellung ausgenutzt zu haben. Damals wurden laut Mayr alle Beteiligten und die Heimbewohner befragt. Da sich der Verdacht jedoch nicht erhärtet habe, sei das Verfahren wieder eingestellt worden. Vor einigen Wochen seien aber von einem weiteren, früheren Heimbewohner ähnliche Vorwürfe erhoben worden. Daher werde erneut ermittelt. Der Beschuldigte sei bereits einvernommen worden, die Ermittlungen seien aber noch im Gange.











