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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2011 um 17:55 UhrKommentare

Jahrestag der Loveparade in Duisburg

Ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe haben sich in einer Gedenkfeier mehrere Tausend Menschen an die 21 Toten erinnert. Doch die ungeklärte Schuldfrage lastete schwer auf der Veranstaltung.

Foto © APA

Am Jahrestag der Loveparade-Massenpanik haben sich am Sonntag im Duisburger MSV-Stadion mehrere Tausend Menschen zu einer Gedenkfeier versammelt. Neben Angehörigen und Freunden der 21 Toten kamen bei strömendem Regen viele Retter und Verletzte, die die Katastrophe am 24. Juli 2010 überlebt hatten.

An der öffentlichen Feier nahmen auch die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), das rot-grüne Landeskabinett sowie der CDU-Landesvorsitzende Norbert Röttgen teil. Der heftig kritisierte Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) war dagegen nicht anwesend - die Angehörigen hatten seine Teilnahme nicht gewünscht.

Evangelische und katholische Kirchenvertreter eröffneten die Feier mit Worten des Trostes und der Solidarität für die Angehörigen der Opfer. Petra Bosse-Huber, Vizepräses der rheinischen evangelischen Kirche, dankte den Duisburger Bürgern für ihre Hilfe nach der Katastrophe. Das Unglück habe die ganze Stadt bis heute traumatisiert. Der katholische Weihbischof Franz Grave erinnerte an den großen Verlust, den Eltern und Freunde durch den Tod ihrer Liebsten erlitten hätten. "Sie fehlen unserem Leben", sagte er.

Bereits seit Samstag hatten mehr als 3.500 Menschen am Unglücksort im Karl-Lehr-Tunnel Blumenkränze, Sträuße und Kerzen niedergelegt. Bei der Massenpanik waren 21 Menschen erdrückt oder zu Tode getrampelt worden, mehr als 500 wurden verletzt. Gegen 16 Beschuldigte ermittelt die Staatsanwaltschaft. Darunter sind viele städtische Mitarbeiter. Sauerland und der Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller gehören nicht dazu.


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