Gesunkenes Wolga-Schiff "Bulgaria" wird geborgen

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Das Wrack des vor mehr als einer Woche in Russland auf der Wolga gesunkenen Kreuzfahrtschiffs "Bulgaria" soll am Montag gehoben werden. "Wenn alles nach Plan verläuft, sollten wir es noch heute heben können", sagte eine Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums in der Teilrepublik Tatarstan. Es sei aber noch nicht gelungen, das Wrack ganz aufzurichten.
Die 78 Meter lange "Bulgaria" soll mit zwei riesigen Schwimmkränen an die Oberfläche gehoben werden, wo sie leer gepumpt werden soll. Die Bergungsarbeiten hatten am Samstag einen Rückschlag erlitten, als eines der Stahlkabel, mit dem die "Bulgaria" vom Grund der Wolga in 20 Meter Tiefe gehoben werden sollte, gerissen war. Außerdem behinderte die schlechte Sicht unter Wasser die Arbeit der knapp 50 eingesetzten Taucher. Bei der schwersten Schiffskatastrophe in Russland seit der Sowjetzeit waren am 10. Juli bis zu 128 Menschen ums Leben gekommen. Bisher wurden 114 Leichen geborgen, 15 Passagiere wurden weiterhin vermisst.
Die Bergung des Schiffs, das in der russischen Teilrepublik Tatarstan auf einem See von Europas längstem Fluss südlich der tatarischen Hauptstadt Kasan gesunken war, soll Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben. Bisher gehen die Behörden davon aus, dass das 1955 in der Tschechoslowakei gebaute Ausflugsschiff überfüllt und in schlechtem Zustand war.











