Die Karriere des Medienmoguls Leo Kirch
Im Folgenden folgt eine Zusammenstellung über den Aufstieg und Fall des Unternehmers:

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- Leo Kirch wird am 21. Oktober 1926 als Sohn eines Spenglers (Installateurs) und Nebenerwerbswinzers in Würzburg geboren.
- Kirch studiert in Würzburg und München Betriebswirtschaft und Mathematik. Er promoviert 1952.
- 1955 legt Kirch den Grundstein für sein späteres Imperium. Er gründet die Sirius-Film und erwirbt unter anderem die Rechte für den italienische Publikumsschlager "La Strada". Wenig später kauft er das erste Hollywood-Paket mit 400 Lizenzen.
- Kirch gründet 1963 die TaurusFilm und baut die Firma zu einem der größten Filmrechtebibliotheken Europas aus. Später lagern dort bis zu 15.000 Titel mit mehr als 50.000 Sendestunden.
- Mitte der 1980er Jahre gehört Kirch mit der Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenfernsehen (PKS) zu den Pionieren des Privatfernsehens. Mit Sat.1, ProSieben, Kabel1 und N24 baut er nach und nach eine ernste Konkurrenz für die öffentlich-rechtlichen Sender und die RTL-Gruppe auf. Etwa zur gleichen Zeit beteiligt er sich mit einem Zehntel am Springer-Verlag.
- Mit Starthilfe von Bertelsmann entwickelt Kirch unter den Namen "Premiere" und "DF1" das Bezahlfernsehen in Deutschland. Zunehmend erwarb er für Milliarden Rechte an Sportspektakeln wie der Fußball-Bundesliga, Weltmeisterschaften und der Formel 1. Er pflegt Freundschaften in der Politik, unter anderem mit Franz-Josef Strauß und Helmut Kohl. Kirch vernetzt sich und verteilt großzügige Parteispenden.
- Um die Jahrtausendwende beginnt die Schuldenlast den Konzern zu drücken. Im Februar räumte Kirchs Vertrauter Dieter Hahn ein, mit 6,5 Mrd. Euro in der Kreide zu stehen. Anfang April 2002 äußert Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer in einem TV-Interview Zweifel, ob der Finanzsektor weiter bereit sei, Kirch zu stützen.
- Der Kollaps: Ab April 2002 melden die Unternehmen der Kirch-Gruppe nacheinander Insolvenz an. Rund 10.000 Mitarbeiter sind betroffen. Der Katholik Kirch kommentiert die Pleite später: "Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen."
- Kirch steht vor dem Scherbenhaufen seines Lebenswerks und gibt Deutsche-Bank-Chef Breuer die Schuld: "Erschossen hat mich der Rolf." Der mittlerweile 77-jährige Unternehmen startet eine Prozesskaskade gegen das Geldhaus und dessen Chef, die bis heute fortdauert. Der Erfolg für den Freund von Ex-Kanzler Helmut Kohl ist durchwachsen.
- 2007 wagt Kirch erneut einen Coup im Mediengeschäft. Er will mit seiner Sirius die Bundesligarechte vermarkten. Das Milliardengeschäft platzt allerdings.
- Kirch stirbt nach langer Diabetes-Krankheit im Alter von 84 am 14. Juli im Kreis seiner Familie in München.











