Polizeieinsatz gegen ÖBB-Fahrgäste in überfülltem Zug
Die ÖBB haben am Samstag - dem ersten Tag der Schulferien in Ostösterreich - auf dem Wiener Westbahnhof einen überfüllten Zug von der Polizei räumen lassen. Laut "Presse" waren zu viele Passagiere ohne Sitzplatz. Die ÖBB bitten um Reservierungen

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Wie die "Presse" in ihrer Montag-Ausgabe berichtet, war am Wiener Westbahnhof ein Zug der ÖBB überfüllt. Die Exekutive sei zu Hilfe gerufen worden, nachdem Aufrufe des Zugführers an Passagiere ohne Sitzplatz, den Railjet zu verlassen, kein Gehör gefunden hätten.
Bei den ÖBB bestätigte man den Sachverhalt. Betroffen war der Railjet 60 von Budapest nach München, der den Westbahnhof planmäßig um 10.14 Uhr verlässt. Es sei Vorschrift, dass für den Zugbegleiter alle Türen und Sicherheitseinrichtungen erreichbar sein müssten, sagte eine Sprecherin der Bahn zur APA. Dies sei nicht der Fall gewesen, und da Durchsagen offenbar nicht ernst genommen worden seien, habe man die Polizei um Unterstützung gebeten. Die betroffenen Passagiere - deren Zahl konnte die Sprecherin nicht angeben - hätten die Möglichkeit gehabt, einen Zug zu nehmen, der eine halbe oder dreiviertel Stunde später gefahren sei.
Die Bahn sei rechtlich verpflichtet, Fahrgäste mit Tickets zu befördern, zitierte die "Presse" Peter Haibach vom Fahrgastverband Probahn, indem sie etwa Reservezüge für solche Fälle bereithalte. Nicht mitgenommene ÖBB-Kunden könnten klagen. Die Bahn-Sprecherin appellierte im Gespräch mit der APA an die Fahrgäste, von der Möglichkeit der Sitzplatzreservierung Gebrauch zu machen. Dadurch könnten die ÖBB die Zahl der zu erwartenden Passagiere genauer abschätzen.










