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Zuletzt aktualisiert: 02.07.2011 um 10:30 Uhr

Bergungsversuche nach Kärntner Bergsteiger abgebrochen

Jürgen Kanzian aus Kötschach-Mauthen gilt seit Mittwoch als vermisst. Ein Hubschrauberflug war am Freitag witterungsbedingt nicht möglich. Ein neuer Bergungsversuch ist für Samstag geplant.

Der Mount McKinley ist mit 6.194 Metern der höchste Berg Nordamerikas

Foto © APADer Mount McKinley ist mit 6.194 Metern der höchste Berg Nordamerikas

Am Mount McKinley, dem mit 6194 Meter höchsten Berg Nordamerikas, hat das Wetter umgeschlagen. Am Freitagnachmittag Ortszeit musste eine Bergungsaktion abgebrochen werden, gab Peter Launsky-Tieffenthal, der Sprecher des österreichischen Außenamts, bekannt. Am nächsten Tag wollte man einen neuerlichen Versuch starten.

Am Freitag hatten Einsatzkräfte in 4800 Meter Höhe die Leiche eines Bergsteigers entdeckt. Wie gestern berichtet, deutet leider einiges darauf hin, dass es sich um Jürgen Kanzian handelt. Der 41-jährige Kärntner aus Kötschach-Mauthen wird seit Mittwoch vermisst. Am Montag hatte er Bergsteigerkollegen getroffen und angekündigt, auf den Gipfel aufsteigen zu wollen und dann über die Westroute abzufahren. Zu seinem Basislager ist er nie zurückgekehrt.

Solange die Leiche nicht geborgen ist, lebt bei Freunden und der Familie Kanzians die Hoffnung, dass der erfahrene Bergsteiger doch noch lebt. In amerikanischen Medien geht man allerdings davon aus, dass der vermisste Kärntner abgestürzt ist.

Wie Maureen McLaughlin, Sprecherin des Denali Nationalparks, gestern bekannt gab, liegt die Leiche des Bergsteigers am unteren Ende einer steilen Schnee- und Felsrinne mit dem Namen "Orient express".

Der Rucksack und die Schi wurden auf einem Felsen in 5800 Meter Höhe entdeckt - 1000 Meter über der entdeckten Leiche. "Wir werden vielleicht nie wissen, wieso der Bergsteiger abgestürzt ist", sagt McLaughlin. "Möglicherweise ist er ein wenig von der Route abgekommen. Es gab einiges an Neuschnee."

Der Verunglückte ist bereits der sechste tote Bergsteiger am Mount McKinley in dieser Saison, bedauert die Nationalparkverwaltung. Auch heuer wollten wieder über 1200 Menschen auf den Gipfel.

WOLFGANG ZEBEDIN

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