Lkw-Lenker auf Parkplatz überfallen
Schlafender Mann auf Parkplatz von drei Räubern überfallen und zusammengeschlagen. Anrainer hörte Schreie und alarmierte Polizei.

Foto © Hollauf/KLZDas Opfer (links) erlitt Kopfverletzungen
Das Klirren von Glas, tumultartiger Lärm und laute Schmerzensschreie rissen am Dienstag gegen 1 Uhr nachts in Wunderstätten bei Lavamünd einen Schlossergesellen (37) aus dem Schlaf. Der Lärm kam aus der Richtung eines Parkplatzes an der Bundesstraße. Wenig später läutete das Diensthandy von Gruppeninspektor Gerhard Urach von der Polizei Lavamünd, der auf Nachtstreife war. Der Schlossergeselle (er ist mit Urach befreundet) schlug Alarm.
Die Polizeistreife fuhr sofort los, fand auf dem Parkplatz einen Lastwagen mit eingeschlagenen Seitenscheiben vor. "Dann bemerkte ich, dass hinter der Begrenzungshecke ein Mann im Gebüsch lag", sagt Urach. "Er war blutüberströmt, hatte tiefe Wunden am Kopf. Seine Arme und Beine waren mit Klebeband auf den Rücken gefesselt." Das verletzte Opfer wurde befreit, die Rettung St. Paul im Lavanttal lieferte den Mann, einen Bulgaren, ins LKH Wolfsberg ein.
Der 38-Jährige, der in Österreich Gebrauchtautos kaufen wollte, war spätabends über Slowenien eingereist. Er habe hinten in seinem Lkw geschlafen, als plötzlich die Seitenscheiben eingeschlagen worden seien, schilderte der geschockte Bulgare dem Ermittler des Landeskriminalamtes den nächtlichen Überfall. Drei Männer hätten ihn mit Pfefferspray attackiert und Geld gefordert. Als er es nicht hergeben wollte, hätten sie ihn aus dem Lkw gezerrt. "Mit einer Stablampe oder einem Baseballschläger haben die Täter brutal auf den Bulgaren eingeschlagen", berichtet der Ermittler. "Sie haben ihn gefesselt, ihm 1300 Euro geraubt und sind zu Fuß geflüchtet."
Bei den Räubern dürfte es sich um Täter aus Slowenien handeln: Bei der Alarmfahndung in der Nacht hatte die Streife Bleiburg in Grablach im Grenzgebiet zu Slowenien versucht, einen slowenischen Pkw mit drei Männern anzuhalten. Der Lenker raste jedoch in Richtung Lorenzenberg davon. Dort wurde das Fluchtauto später im Wald aufgefunden. Der beschädigte Pkw war zur Tarnung mit Fichtenreisig abgedeckt. Die Fahndung nach den Räubern läuft auf Hochtouren, auch in Slowenien und in Italien.









