Helgoland stimmt gegen "Wiedervereinigung"

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Die Bewohner der deutschen Nordsee-Insel Helgo haben am Sonntag gegen Pläne zu einer kostenintensive Vergrößerung des Inselgebietes gestimmt. Knapp 55 Prozent stimmten dafür, dass der typische Zwei-Insel-Charakter mit Hauptinsel und Düne beibehalten wird. Das ehrgeizige 100-Millionen-Euro-Projekt, wonach Hauptinsel und "Badedüne" zu einer Einheit zusammengefügt werden sollten, ist gescheitert.
Eine schwere Sturmflut hatte 1720 die rund tausend Meter lange Landbrücke zwischen dem roten Sandsteinfelsen und dem "Witte Kliff" - einem vorgelagerten Kalkfelsen - zerstört. Seitdem trennt die See die ein Quadratkilometer große "Hauptinsel" von der mittlerweile zur Badeinsel avancierten 0,7 Quadratkilometer großen Düne. Der Hamburger Bauunternehmer Arne Weber hatte bereits 2008 in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg (TU) und dem Alfred-Wegener-Institut einen Projektplan erarbeitet, der aufzeigte, wie der nur wenige Meter tiefe Meeresarm wieder mit Sand aufzufüllen wäre.
Eine "Hochzeit" der beiden Inselteile hätte Helgoland um rund 0,3 Quadratkilometer vergrößert - das ist eine Fläche so groß wie etwa 40 Fußballfelder. Diese werde dringend benötigt, sagt der parteilose Bürgermeister Jörg Singer: "Helgoland braucht Land - für neuen Wohnraum für die Insulaner, für weitere Bettenkapazitäten der Gäste, und für die Offshore-Windindustrie, die sich auf Helgoland ansiedeln wird", sagt er und fügt ohne Zögern hinzu: Die Verbindung der beiden Inseln sei für ihn auch unter ökonomischen Aspekten die attraktivste Variante gewesen. Nun soll ein Plan entwickelt werden, wie neue Flächen durch Aufspülung direkt an der Hauptinsel entstehen können.










