Dreijähriges Kind vor Ertrinken gerettet
Ein drei Jahre alter Bub ist Donnerstagnachmittag von einem Angler leblos in der Sattnitz bei Klagenfurt treibend gefunden worden. Die Eltern des Kindes hatten in der Nähe gegrillt. Das Kind kam aber wieder zu Bewusstsein.

Foto © EggenbergerZögerten keine Sekunde: Mohamed Hussein und Mohamed Khalil an der Stelle, an der sie den leblosen Buben aus dem Wasser retteten
Einen Schutzengel hatte gestern Nachmittag ein zweieinhalbjähriger Bub: Das Kind hielt sich mit seinen Eltern und mehreren anderen Familien an einem beliebten Grillplatz am Ufer der Sattnitz in Klagenfurt auf. Gegen 15 Uhr passierte es dann: Der Kleine hatte sich in einem unbemerkten Moment von einer Gruppe spielender Kinder entfernt und fiel ins Wasser. Zum Glück wurde sein Fehlen schnell bemerkt.
Rund 100 Meter entfernt wurde der bereits leblos im Wasser treibende Körper des Kindes entdeckt. Ein junger Angler aus Viktring sowie Mohamed Khalil und Mohamed Hussein zögerten keine Sekunde. "Wir sind sofort reingesprungen", sagen die Männer. Der bereits untergegangene Bub wurde ans Ufer getragen. In diesem Moment gab das Kind wieder Lebenszeichen von sich. Es erbrach sich und spukte Wasser. Mittlerweile war bereits das Rote Kreuz alarmiert worden. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde das Kind sofort ins Klinikum gebracht.
"Der Bub hatte wirklich Glück, dass sofort eine Schar von Menschen zur Stelle war", sagt die behandelnde Ärztin Doris Kuchernig. Dadurch dürfte er nicht allzu lange im Wasser - die Strömung in diesem Bereich ist stark - getrieben haben. "Der Zustand des Buben ist stabil. Es geht ihm wieder gut, er ist nur müde", sagt Kuchernig. Über Nacht musste er allerdings zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Wenn alles gut geht, kann ihn sein Vater, ein 45-jähriger Arbeiter aus Klagenfurt, heute nach Hause holen.











