Zwei Tote bei Unwettern in Deutschland
In schweren Unwettern sind am Mittwoch in Deutschland zwei Frauen ums Leben gekommen, zudem gab es mehrere Verletzte. Stürme und Regen richteten am Mittwoch vielerorts schwere Schäden an. Besonders betroffen war der Süden und die Mitte des Landes. Straßen waren überflutet, Stromleitungen gekappt. Bäume stürzten auf Bahngleise. An den Flughäfen in Frankfurt/Main und München kam es zu Verspätungen.
Zwei Frauen starben im Bundesland Baden-Württemberg. Eine 57 Jahre alte Frau ertrank auf dem Bodensee bei Radolfzell, als ihr Kanu kenterte, teilte das Lagezentrum des Innenministeriums in Stuttgart am Donnerstag mit. Eine 77-Jährige wurde in Konstanz von einem eingestürzten Erdbeerstand begraben. Sie starb später im Krankenhaus. In Heidenheim durchschlug ein Ast die Heckscheibe eines Autos, ein fünfjähriges Mädchen verletzte sich schwer.
Bei etwa 50 000 Kunden der Envia Mitteldeutsche Energie AG in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fiel zeitweise der Strom aus: Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume und herabfallende Äste hatten am Mittwoch Strommasten und -leitungen beschädigt. Im Laufe des Donnerstags wurden die Haushalte nach und nach wieder ans Netz angeschlossen.
Am Frankfurter Flughafen mussten mehrere Maschinen wegen eines kräftigen Gewitters warten. "Aus Sicherheitsgründen mussten wir Kapazitätseinschränkungen vornehmen und konnten nicht wie geplant starten und landen", sagte Flughafensprecher Thomas Uber. Auch Bahnstrecken und Straßen wurden wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. Vielerorts liefen Keller voll.
Vor allem die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg seien von der schweren Gewitterfront betroffen gewesen, teilte der Wetterdienst Meteomedia in Bochum am Donnerstagmorgen mit. Die Unwetterfront brachte demnach Böen bis zu 130 Stundenkilometern mit sich.










