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Zuletzt aktualisiert: 21.06.2011 um 17:25 UhrKommentare

Kellerleichen: Verdächtige fühlt sich "gejagt"

Die Hauptverdächtige im Fall der einbetonierten und in einem Keller unter ihrem Eissalon versteckten Männerleichen hat erstmals in einem Interview zu den Vorwürfen Stellung genommen.

Foto © APA

In einem Gespräch mit dem Wochenmagazin "News" bezeichnete sie die Umstände ihrer Haft im italienischen Triest als "erträglich" und setzt sich gegen die Vorverurteilung in Medien zur Wehr.

Sie spricht von einer "Treibjagd": "Man jagt mich wie ein wildes Tier." Was die mutmaßliche Bluttat angeht, sorgt die Spanierin in dem Interview eher für mehr Rätsel als für Aufklärung und ergeht sich lieber in Andeutungen. Etwa bei der Reporter-Frage, ob es eine Situation gebe, die sie in der Beziehung zu den beiden mutmaßlich von ihr getöteten Männern bereue. "Es ist schon oft zu Streit gekommen, besonders dann, wenn wir was getrunken haben. Das war aber eigentlich unnötig." Sollte sie nach einem Prozess freigehen, wünsche sie sich ein Leben "als Mutter und Hausfrau", wie sie sagte.

Mit der Haftsituation zeigt sich die Mordverdächtige zufrieden. In der U-Haft gehe man auf ihre Bedürfnisse als werdende Mutter ein, berichtete sie. So sei sie etwa in eine Nichtraucherzelle verlegt worden, in der fünf Frauen untergebracht seien. Zweimal sei sie ins Spital gebracht worden, um das Kind zu untersuchen. Sie habe auch bereits einen Namen für das Kind, sagte die Hauptverdächtige im Kellerleichen-Mordfall: Sollte es ein Bub werden, werde sie es nach ihrem Lebensgefährten Roland benennen, der erst nach ihrer Flucht nach Italien von den schweren Vorwürfen gegen die Frau erfahren hatte und aus allen Wolken gefallen sein dürfte.

"Medien machten mich nur panisch"

Die Beziehung mit dem Mann sei für sie schön gewesen, betonte die Mordverdächtige. "Meine vorigen Männer haben getrunken und waren alle brutal und grausam zu mir." Dass man ihr öffentlich vorwarf, zwei dieser Männer, nämlich Holger M. und Manfred M. ermordet und unter ihrem Eissalon einbetoniert zu haben, "hat mir weh getan", sagte die gebürtige Spanierin. "Die Medien haben mich ganz panisch gemacht. Eigentlich wollen die doch nur von meinem Leid profitieren."

Quelle: APA

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