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    Zuletzt aktualisiert: 21.06.2011 um 13:05 UhrKommentare

    "Austro-Nobelpreis" 2011 an Herndl und Peters

    Foto © APA

    Die beiden Biologen Gerhard Herndl vom Department für Meeresbiologie der Universität Wien und Jan-Michael Peters vom Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien erhalten den Wittgenstein-Preis 2011. Das gaben Wissenschaftsminister Töchterle und der Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, Christoph Kratky, am Dienstag in Wien bekannt.

    Mit einer Dotierung von 1,5 Millionen Euro ist die als "Austro-Nobelpreis" geltende Auszeichnung der höchste wissenschaftliche Förderungspreis des Landes. Gleichzeitig wurden acht Nachwuchsforscher mit den mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro dotierten START-Preisen ausgezeichnet.

    Gerhard Herndl (55) ist seit 2008 Professor für Meeresbiologie und Leiter des gleichnamigen Departments an der Uni Wien. Jan-Michael Peters (48) ist Senior Scientist am IMP und dessen stellvertretender wissenschaftlicher Direktor. Der Wittgenstein-Preis steht ausschließlich für Forschungsarbeiten, insbesondere die Anstellung junger Wissenschafter zur Verfügung.

    Spezialgebiet Herndls sind die marinen Mikroorganismen und deren Rolle in den Ozeanen. Hier hat er essenzielle Beiträge zu einem besseren Verständnis etwa der Stoffwechselvorgänge der Tiefsee-Mikroorganismen und deren Rolle in den Stoffkreisläufen der Weltmeere geleistet. Beispielsweise hat er die Entstehung des Phänomens "Marine Snow" in der Oberen Adria geklärt, das im Zusammenhang mit Algenblüten auftritt.

    Peters hat sich die vergangenen Jahre vor allem mit den Vorgängen bei der Zellteilung beschäftigt, speziell der Frage, wie die Tochterzellen eine idente Kopie der Chromosomen erhalten. Wenn dies nicht der Fall ist, können Krankheiten wie Krebs und Behinderungen entstehen. Seine Arbeiten haben wesentlich zum Verständnis der molekularen Mechanismen beigetragen, die dabei eine Rolle spielen. Insbesondere hat Peters und sein Team die Funktion von Proteinkomplexen aufgeklärt, die bei diesen Vorgängen eine zentrale Rolle spielen.

    Quelle: APA

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