Bisher 2 Mio. Gurken wegen EHEC-Verdachts entsorgt

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Das Landwirtschaftsministerium rechnet mit durch die EHEC-Krise entstandenen Einnahmeverlusten von bis zu 1,7 Mio. Euro für die österreichischen Gemüsebauern. Mehr als 2 Mio. Gurken sind bisher in Österreich vernichtet worden und den Bauern entstanden dadurch Verluste von 1 Mio. Euro. Hinzu kommen weitere Einkommenseinbußen von bis zu 700.000 Euro aufgrund der niedrigen Preise.
Die Situation am österreichischen Gemüsemarkt habe sich diese Woche nach der Aufhebung der deutschen Verzehrwarnung für Gurken, Salat und Paradeiser aber "deutlich verbessert". Die Lieferungen an den Lebensmittelhandel steige stark und auch die Exporte, unter anderem nach Deutschland, würden wieder deutlich anziehen. Das Preisniveau sei aber weiterhin "äußerst gedrückt", so Landwirtschaftsminister Berlakovich.
Am vergangenen Dienstag hat die EU-Kommission Hilfen für die betroffenen Gemüsebauern in der Höhe von 210 Mio. Euro beschlossen. Bis Ende Juni müssen die Schäden in Österreich an die Agrarmarkt Austria (AMA) gemeldet werden und die AMA leitet dann diese an die EU-Kommission weiter. Bis Ende Juli sollen dann die Hilfen an die Bauern fließen.
In einem Bach in der deutschen Großstadt Frankfurt am Main ist der aggressive EHEC-Erreger 0104:H4 nachgewiesen worden. Der Erlenbach liegt wenige hundert Meter entfernt von dem Hof, bei dem jüngst der EHEC-Erreger auf Salatproben entdeckt wurde. Bei dem auf dem Hof gefundenen EHEC-Erreger handelte es sich aber nicht um den lebensgefährlichen Typ 0104. Eine Verbindung des Baches zur Trinkwasserversorgung gebe es nicht. Es bestehe daher auch keine Gefahr einer Verunreinigung des Trinkwassers.
Der gefährliche EHEC-Keim sprang indes im deutschen Bundesland Hessen tatsächlich von einer Catering-Mitarbeiterin auf Lebensmittel über, auf diese Weise erkankten 20 weitere Menschen daran. Wie genau der Keim auf die Lebensmittel gelangte und ob es ein Hygieneproblem in dem Betrieb gibt, wird nun untersucht.










