Beim Helfen in den Tod gestürzt
Beim Entladen von Strohballen am Hof seines Nachbarn verlor ein 46-jähriger Landwirt aus Ebenthal Donnerstag das Gleichgewicht, stürzte auf einen Betonboden und zog sich dabei tödliche Kopfverletzungen zu. Dabei wollte er nur seinem Nachbarn helfen.

Foto © Kanizaj
Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte Donnerstagabend zum tragischen Tod eines 46-jährigen Landwirtes aus Ebenthal. Familie, Freunde und Bekannte stehen unter Schock. Auch Bürgermeister Franz Felsberger kann es nicht fassen. "Er war so ein ruhiger, netter Mensch."
Der zweifache Familienvater hatte, wie schon mehrfach zuvor, seinem Nachbarn - dieser ist ebenfalls Bauer - bei der Arbeit auf dem Feld geholfen. So auch beim Entladen der Strohballen. Der 46-Jährige stellte sich dazu auf den mit Strohballen beladenen Traktoranhänger. Von dort aus reichte er seinem Nachbarn und dessen Sohn die Ballen. Die beiden Männer standen in der Dachluke der Scheune, nahmen die Ballen von ihm entgegen und stapelten sie dann im Inneren. Gegen 19.14 Uhr kam es dann zum Unglück. "Der Landwirt hat am Anhänger stehend plötzlich das Gleichgewicht verloren", sagt Birgit Gattuso von der Sicherheitsdirektion Kärnten.
Er stürzte in der Folge aus einer Höhe von über vier Metern vom Traktor kopfüber auf den gepflasterten Boden der Hofzufahrt. Sofort wurde Erste Hilfe geleistet. Auch der Notarzt brauchte nicht lange zur Unglücksstelle. Doch alle Bemühungen, das Leben des Mannes zu retten, waren erfolglos. Der 46-Jährige hatte laut Polizei durch den Aufprall so schwere Kopfverletzungen erlitten, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.
Warum der Landwirt das Gleichgewicht verloren hatte, ist unklar.











