Prozess zu Juwelier-Überfällen in Klagenfurt
Drei serbische Staatsbürger müssen sich am Mittwoch kommender Woche in Klagenfurt vor einem Schöffensenat unter Vorsitz von Richter Manfred Herrnhofer verantworten. Die drei sind laut Staatsanwaltschaft für zwei Raubüberfälle auf Juweliere in Klagenfurt und Innsbruck verantwortlich. Die drei waren nach dem Überfall in der Innsbrucker Innenstadt nach einer Verfolgungsjagd verhaftet worden.
Am 8. Dezember wurde ein Juwelier in der Klagenfurter Innenstadt überfallen. Die vorerst unbekannten Täter erbeuteten Schmuck und Uhren im Gesamtwert von 384.000 Euro. Am 26. Jänner war ein Schmuckgeschäft in der Innsbrucker City dran, diesmal fielen ihnen Uhren im Wert von 717.000 Euro in die Hände. Trotzdem hatten sie weniger Glück, zwei konnten zwar vorerst einen Polizisten überwältigen und mit dessen Streifenwagen flüchten, wenig später war jedoch Endstation.
DNA-Spuren, die am Tatort in Klagenfurt gesichert worden waren, überführten den Hauptbeschuldigten schließlich der Teilnahme am Klagenfurter Überfall, da dieser vor der Tat in Innsbruck stattgefunden hatte, trat die Staatsanwaltschaft die Causa an ihre Klagenfurter Kollegen ab. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass das Trio aus Belgrad - die Männer sind 22 bis 29 Jahre alt - zu einer Profi-Bande gehört. Sie sollen auch für ähnliche Überfälle in Dänemark und Schweden verantwortlich sein.
Den Männern wird unter anderem schwerer Raub, Widerstand gegen die Staatsgewalt und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen den Serben langjährige Haftstrafen.










