Ist zweites Mordopfer der Ex-Mann der Flüchtigen?
Beide einbetonierten Mordopfer dürften aus dem Umfeld der flüchtigen Spanierin stammen. Einer der Toten ist der 48-jährige Manfred H., seit November 2010 abgängig und früher mit der Eissalonbesitzerin liiert. Auch ihr Ex-Ehemann soll verschwunden sein.

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Noch keine Spur gibt es von der 32-jährigen Wiener Eissalonbesitzerin. Nachdem in ihrem Kellerabteil in einem Wiener Wohnhaus zwei einbetonierte Leichen entdeckt worden sind (wir berichteten), leerte sie ihre Konten und verschwand. Wie sich herausstellte, hatte die Frau einen Flug nach Spanien gebucht und auch bezahlt. Doch sie trat die Flugreise nicht an. Offensichtlich wollte sie die Polizei auf eine falsche Fährte locken.
Rolle der Spanierin
Die Kriminalisten rätseln über die Rolle der Spanierin bei den Morden, die zu verschiedenen Zeitpunkten verübt wurden. Die beiden Männer wurden erschossen, zerstückelt und im Keller einbetoniert. "Dass eine solche Tat von einer Frau allein ausgeführt wird, ist eher unwahrscheinlich", erklärt dazu ein Kriminalist.
Als Manfred H. (48) aus Hollabrunn, Freund der Eissalonbesitzerin, im November 2010 spurlos verschwand, soll sich der Bruder der Gesuchten in Wien aufgehalten haben. Das erzählte die Schwester des Abgängigen dem Wiener Privatdetektiv Walter Pöchhacker. Sie wollte Pöchhacker schon vor Monaten einen Ermittlungsauftrag erteilen, weil sie einen Verdacht hatte, nahm aber davon wieder Abstand.
Manfred H. soll der Spanierin für die Inbetriebnahme des Eissalons rund 80.000 Euro geborgt haben. Wollte H. das Geld zurück und war das ein Auslöser für den Mord?
Dass es sich bei einem der beiden Mordopfer um Manfred H. handelt, steht inzwischen fest. Der zweite Tote könnte ebenfalls aus dem Umfeld der flüchtigen Eissalonbesitzerin stammen. Ihr Ex-Ehemann Holger H., mit dem sie im Zuge der Scheidung einen wilden Rosenkrieg geführt haben soll, ist ebenfalls unauffindbar. Seitens der Polizei gibt es dazu noch keine Stellungnahme.
Es würden derzeit mehrere Abgängigkeitsfälle überprüft, sagt Mario Hejl, Pressesprecher der Wiener Polizei.










