Vier Musikschulen sperren zu
Kein Geld, keine "Musi". Exposituren in Seeboden, Deutsch-Griffen, Klein St. Paul und St. Margarethen im Rosental nehmen ab Herbst keine neuen Schüler mehr auf. Landesrat Dobernig verteidigt Vorgehen.

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Mit dem Sparzwang des Landes Kärnten argumentiert das Landesmusikschulwerk die Notwendigkeit, in der nächsten Zeit vier Musikschulstandorte "auslaufen zu lassen". Betroffen sind von der schrittweisen Schließung die Exposituren Seeboden, Deutsch-Griffen, Klein St. Paul und St. Margarethen im Rosental.
In dieser Gemeinde regt sich nun auch erster Widerstand. Gemeinderat Christian Woschitz kritisiert den zuständigen Referenten: "Landesrat Harald Dobernig raubt damit nicht nur den Kindern die Chance auf eine musikalische Ausbildung, er trägt damit auch zum Landsterben bei." Woschitz berichtet von Eltern, die ihre Kinder in der Musikschule anmelden wollten, drei Wochen vor der Einschreibung wurden sie dann über die Schließung informiert. "Jetzt wollen sie ihre Kinder aber nicht in die nächstgelegene Musikschule in Ferlach schicken", sagt Woschitz.
Weniger Druck
Dass es wegen dieser Standortschließungen zu weniger Musikschülern kommen könnte, ist dem Administrator des Landesmusikschulwerks, Gert Krainer, gar nicht so unrecht: "Für uns ist das gut, denn wir haben ohnehin geringe Ressourcen. Das bedeutet für uns weniger Druck." Mit dem Aufnahmestopp der vier Musikschulen - bestehende Schüler werden noch weiter unterrichtet - sollen Kilometergeld und Überstunden bei Musiklehrern eingespart werden. Wie viel das eingesparte Geld in Summe ausmachen soll, weiß Krainer allerdings nicht.
Landesrat Dobernig verteidigt das Vorgehen: "Für den ländlichen Raum sind Arbeitsplätze wichtiger als Musikschulen."











