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    Zuletzt aktualisiert: 06.06.2011 um 22:29 Uhr

    Drama um "TV-Bauer"

    Eine sonst beschauliche Gegend in den niederösterreichischen Alpen war offenbar Schauplatz von Mord und Selbstmord: Der mutmaßliche Täter war im Jahr 2005 in der TV-Sendung "Bauer sucht Frau" zu sehen gewesen.

    Foto © ATV

    Einen grausigen Fund machte Montagnachmittag ein 14-Jähriger auf dem Bauernhof seines 42-jährigen Vaters in Göstling-Hochreit an der Ybbs in Niederösterreich: In der Küche des Hauses fand er dessen Lebensgefährtin tot und blutüberströmt auf dem Boden.

    "Mord und Selbstmord"

    Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem Mann, einem ehemaligen Kandidaten der ATV-Sendung "Bauer sucht Frau" ein. In den späten Abendstunden fand man auch seine Leiche in einem Schuppen des Anwesens. "Es dürfte sich um Mord und Selbstmord handeln", sagte Abend Hannes Fellner, stellvertretender Chef der Mordgruppe Niederösterreich.

    Nach Auffindung der Frauenleiche hatten auch Cobra-Beamte das insgesamt 60 Hektar große Anwesen durchsucht. "Dabei haben wir den Mann tot aufgefunden. Näheres müssen Untersuchungen klären. Dazu kann ich im Moment nichts sagen. Beide Toten wiesen massive Stichwunden auf", erklärte Fellner bei Redaktionsschluss. Und er erklärte auch, dass die Ermordete keine Kandidatin der TV-Sendung "Bauer sucht Frau" gewesen sei.

    Der 42-Jährige lebte auf dem 60 Hektar großen Anwesen mit zwei seiner drei Kinder aus seiner bereits vor Jahren geschiedenen Ehe. Vor etwa einem Jahr lernte er die 45-jährige Deutsche kennen, die kurz darauf zu ihm gezogen war.

    "Sicher Kurzschlusshandlung"

    In letzter Zeit habe es immer mehr Probleme gegeben, bestätigte Bürgermeister Franz Heigl: "Es ist eine ganz tragische Geschichte", erklärte er im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. "Der Alfred war ein Hackler, hatte sein großes Anwesen super in Schuss. Es war sicher eine Kurzschlusshandlung", sagte Heigl.

    Die Frau sei aus der Stadt gekommen, habe sich das Landleben anders vorgestellt und musste auch in der Nervenklinik behandelt werden. Die Tat sei sehr, sehr traurig für die Gemeinde Göstling.

    JOHANNA BIRNBAUM

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