Fast eine Tonne Kokain in Albanien beschlagnahmt
Fast eine Tonne Kokain und rund 160 Kilogramm Haschisch sind bei einer internationalen Polizeiaktion in Albanien beschlagnahmt worden. Wie Europol am Dienstag mitteilte, war der Weg der Drogen, die in einer Lieferung Palmöl versteckt waren, quer durch Europa nachvollzogen worden, wobei auch österreichische Beamte bei der Observierung im Einsatz waren. 22 Personen wurden festgenommen.
Die Ladung Kokain war von Kolumbien via Antwerpen nach Europa gelangt. Getarnt waren die Drogen in einer 13-Tonnen-Lieferung Palmöl, wie die "Operation Salonica", geleitet von spanischen Ermittlern, zutage förderte. Gemeinsam mit Europol arbeiteten Ermittler in sieben Ländern, darunter Belgien, Deutschland, Mazedonien oder Serbien sowie auch heimische Polizisten mit.
Bei der aufgedeckten Drogenorganisation handelt es sich um eine Gruppe, die aus spanischen, marokkanischen und albanischen Staatsbürgern, die darauf spezialisiert waren, große Mengen Kokain aus Kolumbien sowie Haschisch aus Marokko zu importieren. Ermittelt wurde seit Oktober 2010, als die spanischen Behörden auf den Drogenring aufmerksam wurden. Wie sich herausstellte, war die Gruppe straff hierarchisch und geografisch geordnet: Ein "Zweig" kümmerte sich um den Anbau von Cannabis, der zweite um den Einkauf von Haschisch aus anderen Quellen. Außerdem arbeitete die Gruppe mit einem Drogenkartell für Kokain zusammen und verfügte über Infrastrukturen in mehreren europäischen Ländern.
Bei einem Treffen der Verdächtigen wurden sie beobachtet, als sie einen Container, in dem sich angeblich Palmöl befand, abfertigten. Der Weg des Containers wurde daraufhin quer durch Europa observiert, bevor er in Albanien beschlagnahmt wurde. In Albanien warteten bereits weitere Mitglieder der Bande, die damit beauftragt waren, das Kokain aus dem Palmöl zu extrahieren.
Weiters verhaftete die Polizei zwei Lkw-Fahrer und beschlagnahmten 67 und 99,5 Kilogramm Haschisch.










