Vettel schleuderte für die Verkehrssicherheit

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Wenn Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel im niederösterreichischen Teesdorf freiwillig über nassen Asphalt rast und schleudert, dann muss es schon einen guten Grund geben: Am Dienstag war die eSafety-Challenge 2011 mit zahlreichen Weltstars des Motorsports im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum zu Gast, um sich für elektronische Fahrerassistenzsysteme stark zu machen.
Die Unterstützer dieser Technologien dürfen bereits einen ersten Erfolg vermelden. Ab November 2011 ist die serienmäßige Ausstattung aller neu typisierten Pkw-Modelle mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP verpflichtend.
ESP, Spurhaltesysteme und Tempowarnsysteme mögen zwar noch nicht ganz ins Bewusstsein der österreichischen bzw. europäischen Autofahrer eingesickert sein. Doch Studien beweisen, dass die Todes- und Verletztenzahlen im Straßenverkehr damit deutlich gesenkt werden können. 4.000 Tote und 100.000 weniger Verletzte auf Europas Straßen wären allein schon möglich, wenn alle Fahrzeuge mit ESP ausgestattet wären.
Eine Umfrage in zehn europäischen Ländern hat gezeigt, dass das Wissen über Fahrerassistenzsysteme gestiegen, die Bereitschaft, dafür aber auch mehr zu bezahlen, mancherorts noch steigerungsfähig ist. In Österreich wissen 85 Prozent der Lenker über ESP Bescheid (Europa-Schnitt liegt bei 62 Prozent). Für Spurhalte- oder Tempowarnsysteme Aufpreise hinzunehmen, dafür haben sich jedoch nur 37 bzw. 24 Prozent ausgesprochen.
"Als ich meinen Führerschein gemacht habe, war das pure Freiheit. Da denkt man nicht so an die Risiken. Aus diesem Grund sollte ESP zur Basisausstattung jedes Autos gehören", erinnerte sich Sebastian Vettel. Es gehe vor allem um Bewusstseinsbildung: "In den 1950er Jahren haben Menschen Pkw ohne Sicherheitsgurte gekauft - das würde heute ja auch niemand mehr tun."











