Tretboot gekentert: 20-Jähriger im Klopeinersee ertrunken
Auf dem Klopeiner See brachten Slowenen ein Tretboot zum Kippen. Einer ertrank. Helfer mussten ihn loslassen, sonst hätte er sie in Panik mit in den Tod gerissen.

Foto © Feuerwehr Abschnitt-Jauntal/Symbolfoto Die Helfer von Feuerwehr und Polizei mit dem desolaten Tretboot
Solche Ereignisse darf man nicht zu dicht an sich herankommen lassen", sagt Monika Mairitsch, Einsatzstellen-Leiterin der Wasserrettung am Klopeiner See. Die drei Slowenen im Tretboot, alle um die 20 Jahre alt, waren Passanten Montagabend schon vorher aufgefallen. "Sie schaukelten aus Übermut und Leichtsinn mit dem Boot, bis es kenterte." Ein Wasserretter wird später berichten, die Überlebenden hätten nach Alkohol gerochen.
Der Retter, der das Drama beobachtet hatte, machte das Motorboot klar. Drei einheimische Burschen um die 16, die zufällig zu Augenzeugen wurden, wollten helfen und fuhren mit zur Unfallstelle. "Die Drei haben Zivilcourage bewiesen", sagt Mairitsch, "denn sie sind mit ins Wasser gegangen, um den Mann zu retten."
Festgeklammert
"Sie haben ihn sogar schon gehabt", berichtet die Rettungsstellen-Leiterin. "Aber der Ertrinkende hatte so große Panik, dass er sich an zwei Burschen festklammerte und sie beinahe mit in die Tiefe gezogen hätte. Dadurch gerieten die beiden selbst in Lebensgefahr." Um sich selbst zu retten, mussten sie sich von dem jungen Slowenen lösen, der anschließend versank.
Zehn Minuten
Inzwischen hatte sich die Rettungskette entfaltet. Die Polizei von St. Kanzian, Rotes Kreuz, Wasserrettung von Wolfsberg und St. Andrä, die Feuerwehr Peratschitzen - die letzten Organisationen auch mit Tauchern, waren schnell vor Ort. Mairitsch: "Zehn Minuten nach dem Alarm hatten sie das Opfer aus einer Tiefe von zehn Metern aus dem Wasser geholt." Anschließend begannen die Retter mit der Reanimation, mussten aber nach einer dreiviertel Stunde feststellen, dass der Ertrunkene nicht mehr wiederbelebt werden konnte.
Die Polizei geht nach ihren Erhebungen davon aus, dass die drei jungen Slowenen wegen des schönen Wetters für einen Tag an den Klopeiner See gekommen waren. "Das ist die nahe liegendste Erklärung, weil sie hier weder wohnen noch arbeiten", erklärt ein Polizist.











