Kampuschs Buch "3096 Tage" ausgezeichnet

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Natascha Kampusch wird für ihr Buch "3096 Tage" über die Geschehnisse in ihrer achteinhalb Jahre dauernden Gefangenschaft mit dem Buchliebling-Preis 2011 ausgezeichnet. Buchhändler und Leser wählten ihre Schilderung über die Zeit von der Entführung bis zur Flucht in der Kategorie Biografie an die Spitze.
Das 284-seitige Buch der 22-Jährigen lies damit die ebenfalls nominierten Autobiografien von Keith Richards, Otto Schenk und Peter Handke sowie Werke über das Leben von Simon Wiesenthal und Bruno Kreisky hinter sich. Kampusch denkt laut einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" derzeit darüber nach, das Haus in Niederösterreich, in dem sie von ihrem Entführer Wolfgang Priklopil gefangen gehalten wurde, abtragen zu lassen: "Am liebsten würde ich es abreißen lassen, es ist nur eine Belastung. Aber ich bin mir noch nicht sicher."
Die 22-Jährige ist laut dem Blatt derzeit nicht nur mit einem Film (Constantin Film) über ihr Schicksal, in dem ihre Person von einer noch unbekannten Schauspielerin gespielt werden soll, beschäftigt, sondern plant eine Ausbildung zur Goldschmiedin und denkt über ein weiteres Buch nach. Der Buchliebling-Preis wird Natascha Kampusch am Mittwochabend in Wiener Rathaus im Rahmen der Buchliebling-Gala 2011 von Schauspielerin Mercedes Echerer überreicht. Der "Buchliebling Lifetime Award" wird heuer an Christine Nöstlinger vergeben, Laudator ist Wiens Bürgermeister Michael Häupl.
Natascha Kampusch war als zehnjähriges Mädchen im März 1998 auf dem Weg zu ihrer Schule in Wien-Donaustadt von Wolfgang Priklopil entführt worden. Der Nachrichtentechniker sperrte sein Opfer in ein winziges Kellerverlies in seinem Haus in Strasshof in Niederösterreich. Im August 2006 gelang es Natascha Kampusch nach achteinhalb Jahren in einem unbeobachteten Moment aus dem Garten zu fliehen. Priklopil nahm sich danach das Leben.











