Austritt von radioaktivem Wasser in Fukushima

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Im havarierten Atomkraftwerk von Fukushima gibt es neue Rückschläge: Aus einem Auffanggebäude tritt offenbar radioaktiv verseuchtes Wasser aus, wie der Betreiber Tepco am Donnerstag mitteilte. Der Wasserstand dort sei gesunken. Umweltschützer warnen vor einem wachsenden Risiko, wenn das kontaminierte Wasser in den nahe gelegenen Pazifik und ins Grundwasser gelangt.
Um das Kernkraftwerk unter Kontrolle zu bekommen, wurden gewaltige Wassermengen zur Kühlung der drei betroffenen Reaktoren hineingepumpt. Sie wurden anschließend in einer improvisierten Speicheranlage aufbewahrt.
Fukushima steht für den größten Atomunfall seit der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986. Tepco und die japanische Regierung haben wegen ihrer zögerlichen Informationspolitik heftige Kritik ausgelöst. So hatte die Betreibergesellschaft erst in dieser Woche zugegeben, dass es in den drei Reaktoren zu einer Kernschmelze kam. Sie bestätigten damit viel früher getroffene Einschätzungen zahlreicher unabhängiger Experten.
Einer Umfrage der Zeitung "Asahi" zufolge lehnen mittlerweile 42 Prozent der Japaner die Atomkraft ab. Vor der Katastrophe waren es nur 18 Prozent.










