Internet-Betrüger locken mit Gratis-Hundebabys
Eine junge Klagenfurterin bezahlte 700 Euro Transportkosten für einen Hund aus Kamerun, den es gar nicht gibt. Eine hohe Dunkelziffer an Opfern wird vermutet.

Foto © BEGSTEIGERBetrüger nutzen die Liebe vieler Menschen zu süßen Hundebabys für krumme Geschäfte
Internet-Betrüger wissen, wie sie Gutgläubige abzocken können. Ihr neuester Trick: die Welpen-Masche. In zahlreichen Online-Anzeigen werden derzeit reinrassige Welpen zum "Nulltarif" angeboten.
Hinter vielen Anzeigen steckt aber eine nigerianische Betrügerbande. Eine junge Klagenfurterin fiel auf die Masche herein. Sie bezahlte 700 Euro Transportkosten für einen Hund, den es gar nicht gibt. Da die meisten Opfer aus Scham keine Anzeige erstatten, dürfte die Dunkelziffer hoch sein.
Die Klagenfurterin stieß im Internet auf die Annonce einer angeblichen Steirerin. Diese bot kostenlos einen jungen Yorkshire Terrier an. Die Hundeliebhaberin, die sich sofort in das auf dem Foto abgebildete Hundebaby verliebte, ergriff die Chance. Es kam zu einem regen E-Mail-Verkehr zwischen ihr und der "Steirerin". Die Mails der Betrügerin wurden zwar in schlechtem Deutsch verfasst, sind aber psychologisch gut aufgebaut. Rasch baute ihr Opfer einen Bezug zum Tier auf. Irgendwann erfuhr sie, dass der Hund aus Kamerun stammt und eingeflogen werden muss. Man bat sie um Transport- und Tierarztkosten. "Plötzlich beginnt man die Unkosten über Western Union zu überweisen", sagt das Opfer. Sie zahlte 700 Euro.
Eine Villacherin, die ebenfalls auf diese falsche Steirerin reingefallen war, hat im Vorjahr sogar 1000 Euro überwiesen. Angeblich soll es allein heuer schon 250 Opfer dieser Nigerianerbande in Österreich geben.
Werner Leitner, Betrugsspezialist im Stadtpolizeikommando Klagenfurt: "Hände weg vom Tierkauf übers Internet! Vorsicht ist da oberstes Gebot."











