Haftstrafen für tschechische Autoschieber
Am Landesgericht Linz wurden Freitagnachmittag die drei tschechischen Autoschieber, die auch in Kärnten Autos gestohlen haben, zu dreieinhalb bis acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Foto © APA/Sujetfoto
Drei Tschechen, die in Ober- und Niederösterreich, Salzburg sowie Kärnten Autos gestohlen und nach Tschechien verschoben haben sollen, sind am Freitag im Landesgericht Linz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der 35-jährige Haupttäter geht für achteinhalb Jahre hinter Gitter, ein 32-jähriger Komplize bekam vier, ein 35-jähriger Mittäter dreieinhalb Jahre. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.
Seit Monaten in U-Haft
Zwei der Angeklagten erbaten Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Dem Trio wurde vorgeworfen, sich nach fünf Einbrüchen in Autohäuser mit neun Wagen im Gesamtwert von rund 500.000 Euro aus dem Staub gemacht zu haben. Die Angeklagten zeigten sich mit Ausnahme eines Falls geständig. Sie sitzen seit etwa einem halben Jahr in Untersuchungshaft in Linz und wollen auch ihre Strafe in Österreich und nicht in Tschechien verbüßen.
Bereits vorbestraft
Die Staatsanwältin verwies auf die einschlägigen Vorstrafen der Beschuldigten. Der Haupttäter soll von Juli 2007 bis August 2008 mit zwei anderen zwölf Einbrüche in Autohäuser in Ober- und Niederösterreich verübt und in Summe 26 Fahrzeuge um 1,2 Millionen Euro gestohlen haben. Seine Mittäter wurden in Österreich gefasst, er selbst flüchtete in sein Heimatland. Es gab einen Haftbefehl, der Verdächtige wurde aber wegen gesundheitlicher Probleme nicht ausgeliefert.
In Klagenfurt verhaftet
Von Juli bis Dezember vergangenen Jahres soll er mit neuen Komplizen weitere Coups verübt haben. In Klagenfurt klickten schließlich die Handschellen. Vor Gericht erklärten die Männer, einen polnischen Auftraggeber gehabt und pro Auto 20.000 Tschechische Kronen (nach aktuellem Kurs 817 Euro) erhalten zu haben.










