Leichte Sachschäden nach Erdbeben in Costa Rica
Ein schweres Erdbeben hat am Freitag Costa Rica erschüttert. Nach Angaben des Geologischen Überwachungsinstituts der USA hatte es eine Stärke von 6,0. Das Erdbeben richtete nur leichte Sachschäden an. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des Geologischen Überwachungsinstituts der USA 25 Kilometer südwestlich der Hauptstadt San Jose.
Das Beben war örtlichen Medienberichten zufolge vor allem an der Pazifikküste des mittelamerikanischen Landes zu spüren und schwächer an der Karibikküste. Berichte über mögliche Verletzte gab es zunächst nicht. Das Rote Kreuz rief die Menschen zur Ruhe auf und mahnte wegen möglicher Nachbeben zu Wachsamkeit.
In der im Zentrum des Landes gelegenen Hauptstadt spürten vor allem die Menschen in den wohlhabenden Vierteln Escazu und Santa Ana im Westen der Stadt die Erschütterungen. Dort haben viele Diplomaten und Vertreter ausländischer Firmen ihre Wohnsitze. In der Gegend um den Flughafen der Hauptstadt berichteten Anrainer von Stromausfällen, durch die auch die Ampeln während des Feierabendverkehrs ausgeschaltet wurden. In einigen Gegenden funktionierten die Handynetze nicht. An der Straße zwischen San Jose und der Pazifikküste gab es kleinere Erdrutsche.
Das Beben habe alle seine Gläser zerstört, sagte ein Argentinier, der im sechsten Stock eines Hauses in Escazu lebt. Die im Stadtzentrum von San Jose lebende Chilenin Carolina Diaz sagte, das Beben habe sich sehr stark angefühlt. Einige Dachziegel seien von den Häusern gefallen. "Die Leute sind rausgerannt, sie waren verängstigt."
Das Beben wurde nach Angaben des Direktors des costa-ricanischen Vulkan- und Erdbebenüberwachungszentrums, Juan Segura, durch das Aufeinanderstoßen der Cocos-Platte und der karibischen Platte ausgelöst. Es war das schwerste Erdbeben in Costa Rica seit Jänner 2009.











