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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2011 um 16:08 UhrKommentare

Fukushima "noch lange nicht unter Kontrolle"

Foto © APA

Zwei Monate nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan ist die Gefahr einer weiteren Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi nicht gebannt. Der Betreiber Tepco sieht sich jedoch auf dem Weg zur Lösung der Krise. Die bisher erzielten Fortschritte variierten aber je nach Reaktor, räumte ein Vertreter des Konzerns am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji Press.

Laut Greenpeace birgt die geplante Flutung des Atomreaktors 1 hohe Risiken. "Die strahlende Atomruine in Fukushima ist noch lange nicht unter Kontrolle", sagte Greenpeace-Experte Christoph von Lieven. Die Regierung kündigte an, das Tepco-Management zehn Jahre überwachen zu wollen.

Unterdessen reiste Kaiser Akihito am Mittwoch mit seiner Gemahlin, Kaiserin Michiko, in die Unglücksprovinz Fukushima, um den Überlebenden Trost zu spenden und Mut zu machen. Nach Angaben des Haushofamts überreichten sie dem Gouverneur der Provinz Trostgelder aus ihren eigenen Mitteln. Damit ist das Monarchenpaar bereits zum fünften Mal in die Unglücksregion gereist, um den Opfern beizustehen.

Die Regierung will voraussichtlich noch an diesem Freitag über einen Gesetzesentwurf für den Wiederaufbau der Region entscheiden. Zudem erwägt die Regierung, das Kabinett um drei weitere Mitglieder aufzustocken, um die Bemühungen zur Bewältigung der Katastrophe zu beschleunigen. Dazu bedarf es einer Gesetzesänderung. Um die horrenden Entschädigungszahlungen zu stemmen und die Versorgung mit Strom aufrechtzuerhalten, ist der Staat bereit, den Betreiber der Atomruine Fukushima mit Staatshilfe am Leben zu halten. Dafür erklärte sich Tepco bereit, drastisch die Kosten zu senken. Außerdem darf das Unternehmen für die Zahlung von Entschädigung an die Opfer der Katastrophe nicht schon im Voraus Höchstgrenzen festsetzen.

Quelle: APA

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