USA bauen landesweites SMS-Warnsystem auf

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Die Warnung vor Wirbelstürmen, Erdbeben oder auch Terrorangriffen könnte in den USA künftig per SMS kommen. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA und New Yorks Bürgermeister Bloomberg stellten am Dienstag ein neues System vor, mit dem bald Millionen Menschen in Sekunden per Mobiltelefon alarmiert werden könnten. Die Warnungen können auch auf bestimmte Gebiete begrenzt werden.
"Denken Sie daran, was Sie ständig bei sich haben, jeden Tag", sagte FEMA-Chef Craig Fugate am Ground Zero, wo fast 3.000 Menschen beim Terrorangriff vom 11. September 2001 auf das World Trade Center starben. Das Mobiltelefon sei deshalb das ideale Gerät. Das "Personalized Localized Alerting Network (PLAN) sei die Version des 21. Jahrhunderts der sonst auf einem speziellen Radiokanal verbreiteten Warnungen. "Fast jeder hat ein Mobiltelefon. Und wir müssen uns dem anpassen, was die Menschen benutzen - und nicht die Menschen unserem System anpassen."
Die Warnungen bekommen einen speziellen Klingelton, damit sie nicht mit anderen Textnachrichten verwechselt werden. Dabei gebe es drei Arten von Warn-SMS. "Level 3"-Nachrichten sollten auf vermisste oder entführte Kinder aufmerksam machen. Zum zweiten gibt es lokal begrenzte Meldungen, um vor Naturkatastrophen oder Terroranschlägen zu warnen. "Level 1" ist dem US-Präsidenten vorbehalten, um bei Gefahren Alarm zu schlagen, die das ganze Land betreffen.
Das neue System soll Ende des Jahres in New York und Washington erprobt werden und im April darauf landesweit verfügbar sein. PLAN ist für die Kunden kostenlos. Alle vier großen Mobilfunkanbieter der USA beteiligen sich bereits, weitere sollen folgen. Nachteil: Wenn kein Mobilfunk empfangen wird, verhallen auch die SMS-Warnungen. In der New Yorker U-Bahn zum Beispiel würden selbst die Nachrichten von Präsident Obama keinen Empfänger finden.










