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Zuletzt aktualisiert: 10.05.2011 um 12:47 UhrKommentare

Monsterflut entlang des Mississippi

Unaufhaltsam steigt das Hochwasser in den USA. Von Memphis im Bundesstaat Tennessee bis Louisiana droht eine verheerende Jahrhundertflut.

Bewohner rüsten sich für die Jahrhundert-Flut

Foto © APABewohner rüsten sich für die Jahrhundert-Flut

Memphis hält den Atem an. Immer näher hat sich zuletzt die Hochwasserflut an die Stadt des Rhythm and Blues im US-Staat Tennessee geschoben. Nach jüngsten Angaben des Nationalen Wetterdienstes wurde der Scheitelpunkt mit einer Höhe von 14,63 Metern nun Dienstagfrüh (Ortszeit) erwartet. "Wir haben nicht viel Zeit, aber zum Glück sind wir vorbereitet", erklärte Bürgermeister Wharton.

Helfer und Soldaten waren rund um die Uhr im Einsatz, um Dämme und Menschen zu sichern. Gewaltiger war der Mississippi nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes bisher nur 1937, als der Wellenkamm eine Höhe von 14,84 Metern erreichte. Damals starben in den Fluten rund 500 Menschen, mehr als 80.000 Quadratkilometer wurden überschwemmt. Nördlich von New Orleans öffneten Soldaten einen Ablauf des Mississippi, um für Entlastung zu sorgen. Von dort fließt das Hochwasser in den riesigen, aber flachen Pontchartrain-See und dann in den Golf von Mexiko. Das Wasser des Flusses, so fürchten Naturschützer, könnte jedoch den fischreichen See schädigen.

Wenn der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle am Dienstag Memphis erreicht, rechnen Meteorologen danach nur mit einem sehr langsamen Rückzug des Hochwassers von höchstens einigen Zentimetern pro Tag, wie die Lokalzeitung "Memphis Daily News" meldete. Die Behörden warnten jedoch davor zu glauben, die Krise sei damit vorüber. "Wir haben dann immer noch mit einer sehr ernsthaften Bedrohung zu tun", sagte der Katastrophen-Einsatzleiter vom Landkreis Shelby, Bob Nations. "Dieses Wasser ist gefährlich." Präsident Obama erklärte Teile der betroffenen Staaten zu Katastrophengebieten

Zunächst blickte Memphis mit seinen rund 920.000 Einwohnern mit großer Sorge auf den "Old Man River". Die Menschen von 1.300 Haushalten wurden aufgefordert, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen. Bis Montagnachmittag (Ortszeit) öffneten vier Notunterkünfte. Dort waren zunächst rund 370 Menschen untergebracht.


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