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Zuletzt aktualisiert: 09.05.2011 um 17:43 UhrKommentare

Wr. Neustädter soll Kinderpornos produziert haben

Foto © APA

Ein 46-Jähriger aus Wiener Neustadt steht im Verdacht, Kinderpornos selbst angefertigt und mit Jugendlichen gegen Entgelt sexuelle Handlungen durchgeführt zu haben. Der Mann wurde festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Der bereits einschlägig Vorbestrafte bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine anonyme Anzeige erhalten und beauftragte das Landeskriminalamt Ende April mit Ermittlungen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden am 2. Mai zahlreiche mit Kinderpornos inkriminierte Datenträger und Lichtbilder sichergestellt. Die Auswertung des Materials habe ergeben, dass der Beschuldigte als Produzent agiert haben dürfte. Weiters fanden sich zahlreiche Inserate und Bewerbungen, in denen der Verdächtige seine Dienste als Privatlehrer und Kindermasseur anbot.

Der verdächtige 46-Jährige sei bereits einschlägig vorbestraft, bestätigte Hans Barwitzius, Sprecher des Landesgerichts Wiener Neustadt, einen Bericht der Tageszeitung "Kurier". Im Oktober 2008 sei er wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und versuchter Vergewaltigung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Im Sommer 2009 wurde die Strafe zwar rechtskräftig, dem Mann sei aber wegen Klaustrophobie und depressiven Störungen Haftunfähigkeit attestiert worden.

Erst im Jänner habe ein Gutachter die Haftunfähigkeit des 46-Jährigen bestätigt, so Barwitzius. Nun befindet sich der Verdächtige wegen Tatbegehungsgefahr allerdings wieder in U-Haft - für diese spiele es nämlich keine Rolle, ob jemand haftfähig sei. Sollte er neuerlich verurteilt werden, seinen Zustand aber beibehalten, müsse man ihn wieder freilassen - auch wenn das sehr unbefriedigend sei, erklärte der Gerichtssprecher. Ein Sachverständiger soll jetzt erneut den Gesundheitszustand des Mannes überprüfen.

Bei der Sicherheitsdirektion liegt ein Lichtbild auf, das zur Ausforschung möglicher weiterer Opfer dienen könnte. Das Landeskriminalamt (Standort Mödling) nimmt unter der Telefonnummer 059133/30-3336 Hinweise entgegen.

Quelle: APA

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