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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2011 um 19:06 Uhr

Fünffach-Mord in Nantes: Hinweise aus Österreich

Das Bundeskriminalamt bestätigt, dass es Hinweise aus Österreich zu dem untergetauchten Franzosen gibt, der seine Frau und die vier Kinder ermordet haben soll. Indes tauchen über den Mann immer mehr bizarre Details auf: In einem Internetforum soll er über Tier- und Menschenopfer diskutiert haben.

Foto © Reuters

Bei der Suche nach dem untergetauchten Mann, dessen getötete Frau und vier Kinder im französischem Nantes gefunden worden sind, gibt es Hinweise aus Österreich. Wie der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Helmut Greiner, gegenüber der Austria Presse Agentur sagte, haben sich Personen gemeldet, die zweckdienliche Hinweise gegeben haben. Diese würden nun von der Polizei überprüft werden. Dass der Flüchtige in Österreich untergetaucht ist, schloss der Sprecher aus.

Diskussion über Tier- und Menschenopfer

Aus dem Leben des Mannes wurden indes immer mehr bizarre Details bekannt. Auf der katholischen Internetseite "cite-catholique.org" diskutierte der 50-Jährige über Tier- und Menschenopfer und die "göttlichen Offenbarungen" seiner Mutter, berichtete die Zeitung "Liberation" (Donnerstag).

Im April 2010 hatte er demnach eine Internet-Diskussion eröffnet mit dem Titel: "Die Notwendigkeit der Opfergabe". Er schrieb: "Worin besteht der Nutzen oder die Lust Gottes, wenn man ihm ein Tier opfert, ein Kind, einen Menschen ... seinen Sohn? Danke für eure Antworten."

Opfer am Donnerstag bestattet

Die Informationen über den vermutlich untergetauchten Mann kamen kurz vor der Beerdigung der fünf Familienmitglieder an die Öffentlichkeit. Die Opfer wurden am Donnerstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung bestattet. Die Leichen waren in der vergangenen Woche im Garten des Reihenhauses der Familie entdeckt worden. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die Frau und alle vier Kinder um den 4. April herum mit jeweils zwei Schüssen aus nächster Nähe im Schlaf getötet wurden.

Die Polizei wertet die Internetaktivitäten des tatverdächtigen Vaters als wichtige Hinweise auf dessen Geisteszustand. Hinweise gibt es neben Österreich auch aus Schweden. Mit Unterstützung der internationalen Polizeiorganisation Interpol wird mittlerweile weltweit nach dem Mann gesucht. Der 50-Jährige, der hinter der Fassade eines religiösen Durchschnittsbürgers offensichtlich ein Doppelleben führte, soll zuletzt im südfranzösischen Roquebrune-sur-Argens gesehen worden sein.


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